Grippewelle 2024: Impfkampagne wegen hoher Infektionszahlen verlängert

ADN
Angesichts der anhaltend starken Verbreitung der Grippe haben die Gesundheitsbehörden entschieden, die Frist für Grippeimpfungen um einen Monat zu verlängern, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen besser zu schützen und die Infektionszahlen einzudämmen.
TL;DR
- Grippewelle bleibt sehr aktiv in ganz Frankreich.
- Impfquote bleibt trotz Fortschritt zu niedrig.
- Schutzmaßnahmen und verlängerte Impfkampagne empfohlen.
Lagebild: Grippewelle hält an
Trotz einer leichten Entspannung in den Arztpraxen bleibt die Grippeepidemie in Frankreich auch Ende Januar 2026 ein ernstzunehmendes Thema. Wie das jüngste Bulletin von Santé Publique France berichtet, sind nahezu alle Altersgruppen weiterhin betroffen, obwohl die Zahl der Arztbesuche zuletzt leicht zurückgegangen ist. Besonders bei Menschen mit erhöhtem Risiko herrscht nach wie vor Besorgnis über mögliche schwere Verläufe.
Impfkampagne: Fortschritte, aber Handlungsbedarf
Die aktuelle Saison zeigt bei der Grippeimpfung zwar eine leichte Steigerung: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lag die Impfquote bei den über 65-Jährigen immerhin bei 53,3 Prozent – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt dieser Wert ebenso wie die allgemeine Abdeckung von lediglich 46,3 Prozent deutlich hinter dem medizinisch Notwendigen zurück. Besonders alarmierend ist die Situation bei Menschen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren.
Verlängerte Schutzphase und Fokus auf Risikogruppen
Auf diese Entwicklungen hat das Gesundheitsministerium reagiert und die nationale Impfkampagne bis zum 28. Februar verlängert. Ziel ist es, besonders gefährdete Gruppen besser zu schützen – etwa:
- Senioren ab 65 Jahren
- Menschen mit chronischen Krankheiten oder Adipositas
- Schwangere sowie das Umfeld von Säuglingen mit erhöhtem Risiko
- Angehörige medizinischer und pflegender Berufe
Der Impfstoff ist landesweit verfügbar und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen. Angeboten wird er unkompliziert durch Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen und Apotheker.
Kombinierte Prävention bleibt entscheidend
Auch wenn die Wirksamkeit des diesjährigen Grippeimpfstoffs laut Behörden auf etwa 36,5 Prozent geschätzt wird, kann er schwere Komplikationen maßgeblich verhindern. Allerdings genügt allein die Immunisierung nicht. Ein umsichtiges Verhalten schützt weiterhin: Masken tragen bei Symptomen oder in vollen Räumen, regelmäßiges Händewaschen mit Desinfektionsmittel nach Kontakt mit gemeinsam genutzten Flächen sowie häufiges Lüften geschlossener Räume werden dringend empfohlen.
Insgesamt gilt: Ein erneuter starker Anstieg der Infektionen scheint aus heutiger Sicht zwar unwahrscheinlich – dennoch raten Experten gerade für besonders verletzliche Gruppen zur anhaltenden Wachsamkeit bis zum Ende des Winters.