Grippeviren: Überlebensdauer auf Oberflächen und Ansteckungsgefahr zuhause

ADN
Wie lange das Grippevirus auf Oberflächen in der Wohnung überleben kann und welche Gefahren dadurch für die Ansteckung bestehen, beschäftigt viele Menschen besonders in der Erkältungszeit. Experten klären über Übertragungswege und Schutzmaßnahmen auf.
TL;DR
- Grippe breitet sich trotz Feiertagen in ganz Frankreich aus.
- Überleben des Virus auf Oberflächen birgt unterschätzte Risiken.
- Schutzmaßnahmen und Impfung bleiben zentral im Infektionsschutz.
Wachsende Belastung durch die Grippe zum Jahresende
Die Grippesaison hat Frankreich in den letzten Wochen des Jahres vollständig erfasst. Trotz der festlichen Atmosphäre zu Weihnachten und Neujahr zeigt der aktuelle Lagebericht von Santé publique France, dass die Verbreitung des Virus nicht gestoppt werden konnte. Gleichzeitig hält die Bronchiolitis an, und auch Covid-19 bleibt – wenn auch weniger bedrohlich – präsent. Für viele Menschen bedeuteten die Feiertage daher nicht Erholung, sondern Bettruhe mit bekannten Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen.
Ansteckungsgefahr durch kontaminierte Flächen?
Das Thema der Übertragung über Oberflächen rückt erneut in den Fokus. Während der SARS-CoV-2-Pandemie wurden Desinfektionstipps für Türgriffe, Smartphones oder Tastaturen allgegenwärtig diskutiert. Wie sieht es aber mit der Grippe aus? Laut dem Institut Pasteur erfolgt die Hauptübertragung zwar über winzige Tröpfchen beim Husten oder Niesen, jedoch kann auch ein Kontakt mit infektiösen Oberflächen eine Ansteckung verursachen. Gerade in geschlossenen Räumen wie öffentlichen Verkehrsmitteln oder Wartezimmern steigt das Risiko unbemerkt.
Langlebigkeit des Virus auf Alltagsgegenständen
Wie lange bleibt das Virus tatsächlich aktiv? Darauf gibt Professor Antoine Flahault, Epidemiologe an der Université Paris-Cité – Inserm, auf Basis einer Studie der American Society for Microbiology eine klare Antwort: Influenzaviren können auf bestimmten Materialien – etwa Geldscheinen – von mehreren Stunden bis hin zu Tagen überdauern. Somit bleibt nicht nur der direkte Kontakt zu Infizierten, sondern auch der Aufenthalt in kürzlich besuchten Räumen ein relevanter Risikofaktor.
Praxistipps zur Reduzierung des Infektionsrisikos
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Lüften: Räume regelmäßig und ausreichend durchlüften.
- Mund-Nasen-Schutz: FFP2-Masken verringern das Ansteckungsrisiko deutlich.
- Einhaltung der Hustenetikette: Wegwerf-Taschentücher benutzen und in die Armbeuge niesen.
Zusätzlich unterstreicht das Institut Pasteur, dass die jährliche Grippeimpfung weiterhin den besten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen sowie einer massiven Virusausbreitung bietet. Jeder Einzelne trägt Verantwortung – zum eigenen Wohl ebenso wie zum Schutz der Gemeinschaft.