Almost Human: Sci-Fi Krimiserie mit Mensch-Roboter-Duo im Check

Warner Bros. Television / PR-ADN
Die US-Serie Almost Human kombinierte Science-Fiction-Elemente mit klassischem Polizeidrama und stellte ein ungewöhnliches Ermittlerteam aus Mensch und Android in den Mittelpunkt. Trotz innovativer Ansätze wurde die Serie jedoch nach nur einer Staffel abgesetzt.
TL;DR
- Spektakuläre Sci-Fi-Krimi-Serie mit Mensch-Maschine-Duo.
- Kreative Effekte, starke Charaktere, Emmy-nominiert.
- Hohe Produktionskosten verhinderten zweite Staffel.
Eine vielversprechende Fusion aus Mensch und Maschine
Unter den zahlreichen Science-Fiction-Krimis der letzten Jahrzehnte nimmt Almost Human einen besonderen Platz ein. Die von J.H. Wyman entwickelte und von J.J. Abrams produzierte Serie wagte 2013 eine mutige Neuinterpretation des klassischen Ermittlerduos – diesmal bestehend aus einem desillusionierten Cop und einem emotionalen Androiden. In Anlehnung an Vorbilder wie „Mann & Machine“ oder „Total Recall 2070“ gelang es der Serie, das komplexe Wechselspiel zwischen Mensch und Technologie eindrucksvoll auf den Bildschirm zu bringen.
Charakterstarke Besetzung in einer visionären Zukunft
Im Jahr 2048 angesiedelt, folgt die Handlung dem Polizisten John Kennex, gespielt von Karl Urban, dessen Skepsis gegenüber Maschinen durch seine eigene Prothese und negative Erfahrungen mit Androiden genährt wird. Ihm zur Seite steht der Roboter Dorian (DRN-0167), verkörpert von Michael Ealy. Dorian, ein Modell älterer Generation, überrascht durch ausgeprägte Emotionen und ein beinahe menschliches Bewusstsein. Ihre anfangs konfliktreiche Partnerschaft entwickelt sich zum Herzstück der Serie. Ergänzt wird das Ensemble durch prägnante Nebenrollen: Besonders hervorzuheben sind die autoritative Chefin (Lili Taylor) sowie eine genetisch optimierte Polizistin (Minka Kelly).
Spektakuläre Optik trifft klassische Krimiformel
Mit imposanten Kulissen, ausgezeichneten Spezialeffekten – immerhin Emmy-nominiert – und einer ambitionierten Inszenierung hebt sich die Serie deutlich vom Standard ab. Die Geschichten verknüpfen technologische Innovationen mit moralischen Fragen rund um Klone, künstliche Intelligenz oder futuristische Verbrechen. Dennoch entschied man sich für eine episodenhafte Struktur: Jede Folge bildete einen abgeschlossenen Fall ab – ein Ansatz, der auffällig gegen den Trend zur fortlaufenden Erzählweise stand.
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Hohe Produktionskosten, die selbst bei soliden Zuschauerzahlen schwer tragbar waren.
- Künstlerische Ambition, die den finanziellen Rahmen sprengte.
- Mangelnde Zuschauerbindung, da der Serienbogen nicht ausgebaut wurde.
Zukunftsträume auf Eis gelegt
Trotz gelungener Gastauftritte – etwa durch David Dastmalchian oder John Larroquette – und handwerklich überzeugender Regiearbeit blieb das Abenteuer nach nur einer Staffel beendet. Ein Schicksal, das offenbar viele Serien dieser Machart teilen: Die Vision einer nachhaltigen Allianz von Mensch und Maschine scheiterte letztlich an ökonomischen Hürden, nicht am fehlenden Potenzial dieser bemerkenswerten Fernsehproduktion.