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Neue Studie: Intervallfasten bringt kaum Vorteile beim Abnehmen

Gesundheit / Gesundheit / Forschung / Gewichtsverlust
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Februar 20, 2026 um 10:35 Uhr, geändert am Februar 20, 2026 um 10:35 Uhr.
Gesundheit

ADN

Eine umfassende Untersuchung legt nahe, dass intermittierendes Fasten möglicherweise weniger wirksam beim Abnehmen ist als bislang angenommen. Die Studie hinterfragt die Vorteile dieser beliebten Diätform und liefert neue Impulse für die Ernährungsforschung.

TL;DR

  • Wenig wissenschaftliche Belege für Vorteile des intermittierenden Fastens.
  • Kein signifikanter Unterschied zur klassischen Diät beim Abnehmen.
  • Weitere Forschung zu Nebenwirkungen und Langzeitnutzen nötig.

Wachsende Beliebtheit, begrenzte Evidenz

In den letzten Jahren hat das intermittierende Fasten zahlreiche Anhänger gefunden. Die Methode, die darauf abzielt, Essenszeiten einzuschränken, gilt bei vielen als erfolgversprechender Weg zu einer besseren Gesundheit und Gewichtsabnahme. Doch während sich die Zahl der Befürworter stetig erhöht, bleibt die wissenschaftliche Bestätigung bislang zurückhaltend – Zweifel sind angebracht.

Internationale Analyse relativiert Erwartungen

Ein internationales Forscherteam um Luis Garegnani vom University Institute of the Italian Hospital in Buenos Aires hat jüngst eine umfassende Metaanalyse vorgelegt. Untersucht wurden 22 klinische Studien aus den Jahren 2016 bis 2024 mit rund 2.000 Teilnehmenden weltweit – darunter Nordamerika, Australien, China und Brasilien. Die Probanden probierten verschiedene Formen des Fastens wie das zeitlich begrenzte Essen oder regelmäßige Fastentage. Das Ergebnis? Im Vergleich zu konventionellen Diäten ließ sich weder beim Gewichtsverlust noch bei der Verbesserung der Lebensqualität ein signifikanter Vorteil feststellen. Auch ein anvisierter Verlust von fünf Prozent des Körpergewichts wurde nicht häufiger erreicht.

Zentrale Unsicherheiten bleiben bestehen

Abgesehen vom fehlenden klaren Vorteil im Hinblick auf das Gewicht bleibt vieles im Dunkeln: Viele Studien berichten kaum über Nebenaspekte wie Lebensqualität oder mögliche Beschwerden (zum Beispiel Kopfschmerzen oder Erschöpfung). Die Entwicklung chronischer Erkrankungen wie Diabetes wurde meist nicht ausreichend erfasst. Daher fällt das Gesamturteil der Forscher vorsichtig aus – abseits des Körpergewichts ist die Datenlage schlicht zu dünn für fundierte Aussagen.

Blick nach vorn: Vorsicht statt voreiliger Euphorie

Mehrere Faktoren erklären diese zurückhaltende Einschätzung:

  • Datenlücken bezüglich langfristiger Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Effekte,
  • Eingeschränkte Vielfalt der untersuchten Teilnehmergruppen,
  • Nicht systematisch dokumentierte Nebenwirkungen.

Stimmen wie die von Maik Pietzner, Modellierer am Berlin Institute of Health an der Charité, mahnen daher zur Vorsicht: Sollte überhaupt ein günstiger Effekt auftreten, sei dieser vermutlich gering und nicht allgemein übertragbar. Letztlich zeigt sich: Einzelne fühlen sich mit dem intermittierenden Fasten möglicherweise wohler – ein genereller Ersatz für bewährte Ernährungsempfehlungen ist damit jedoch keineswegs belegt.

Le Récap
  • TL;DR
  • Wachsende Beliebtheit, begrenzte Evidenz
  • Internationale Analyse relativiert Erwartungen
  • Zentrale Unsicherheiten bleiben bestehen
  • Blick nach vorn: Vorsicht statt voreiliger Euphorie
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