Stephen Amell spricht über das Scheitern von Suits LA

NBC / PR-ADN
Stephen Amell hat das Scheitern der geplanten Serie Suits LA offen anerkannt. Trotz großer Erwartungen und prominenter Besetzung konnte das Projekt nicht überzeugen und wird nicht weiterverfolgt. Die Gründe für das Ausbleiben des Erfolgs bleiben unklar.
TL;DR
- Suits LA nach nur einer Staffel abgesetzt.
- Stephen Amell übernimmt Verantwortung für das Scheitern.
- Kreative Differenzen und schwaches Drehbuch als Ursachen.
Ein ambitioniertes Spin-off scheitert früh
Als NBC die Entwicklung von Suits LA ankündigte, schien alles auf einen Erfolg hinzuweisen. Die hohe Erwartungshaltung speiste sich aus dem anhaltenden Popularitätsschub der Originalserie, die von 2011 bis 2019 auf USA Network ausgestrahlt wurde. Mit dem Engagement von Stephen Amell, vor allem bekannt durch seine Hauptrolle in „Arrow“, versuchte man, frischen Wind in das bereits etablierte Universum der Anwaltsserien zu bringen. Doch trotz eines vielversprechenden Starts war das Experiment nach nur einer Staffel beendet – eine Absetzung, die viele überrascht hat.
Kritische Selbstreflexion des Hauptdarstellers
Ein bemerkenswerter Aspekt dieser kurzen Reise: Der Hauptdarsteller selbst übte ungewohnte Selbstkritik. In einem Gespräch im Podcast von Michael Rosenbaum gestand Amell, dass er die Schuld am Misserfolg zumindest teilweise bei sich sieht. Er habe es nicht geschafft, der Figur des Ted Black – einem ehemaligen Bundesanwalt, der zum Entertainment-Anwalt wurde – jene Ausstrahlung zu verleihen, die nötig gewesen wäre, um Schwächen im Drehbuch zu überspielen. Diese Offenheit ist in der Branche selten und verdient Beachtung.
Kreative Differenzen und inhaltliche Schwächen
Allerdings reicht diese Selbstkritik alleine kaum aus, um das frühe Ende zu erklären. Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Divergenzen zwischen Serien-Schöpfer Aaron Korsch und den Verantwortlichen von NBC
- Eingriffe ins kreative Konzept schon beim Piloten
- Mangelnde narrative Tiefe und fehlender Wiedererkennungswert gegenüber dem Original
Gerade im Vergleich zur Mutterserie wirkte das kalifornische Setting samt Handlung überraschend blass; Charaktere und Geschichten fanden offenbar weder ihr Publikum noch entwickelten sie eine eigene Identität.
Blick zurück: Das Erbe der Originalserie bleibt unerreicht
So bleibt festzuhalten, dass es dem Spin-off nicht gelungen ist, an den Zauber seines Vorgängers anzuknüpfen. Die Mischung aus charismatischer Narration, spannenden juristischen Welten und einem erinnerungswürdigen Ensemble bleibt weiterhin das Markenzeichen der ersten neun Staffeln von Suits. Wer also erneut in das faszinierende Universum eintauchen möchte, wird wohl bei den Originalfolgen fündiger als bei der gescheiterten Neuinterpretation.