Unterschätzter Zeitreise-Film mit Gerard Butler und Paul Walker

Paramount Pictures / PR-ADN
Richard Donners Science-Fiction-Abenteuer mit Gerard Butler und Paul Walker geriet trotz spannender Zeitreise-Handlung und namhafter Besetzung bei Publikum und Kritikern ins Hintertreffen und blieb lange Zeit im Schatten größerer Hollywood-Produktionen dieses Genres.
TL;DR
- Hochkarätiger Cast und großes Budget für den Film.
- Kritik und Publikum blieben enttäuscht, kommerzieller Flop.
- Heute ein unterschätztes Werk mit Kultpotenzial.
Ambitionen, die Hollywood-Träume weckten
Wenn man das Konzept von Prisoners of Time betrachtet, ist es kaum verwunderlich, dass sich zu Beginn hohe Erwartungen formierten. Regisseur Richard Donner, der bereits mit „Superman“ oder „Lethal Weapon“ internationale Erfolge feierte, erhielt ein Produktionsbudget von stattlichen 80 Millionen Dollar. Die Romanvorlage stammte von Bestseller-Autor Michael Crichton, bekannt durch Blockbuster wie „Jurassic Park“. Hinzu kam ein junges Ensemble rund um den aufstrebenden Paul Walker, damals gerade mit dem Erfolg der „Fast and Furious“-Reihe in aller Munde, und einen ambitionierten Gerard Butler, der kurz davorstand, endgültig im Rampenlicht zu stehen.
Verpasste Chancen trotz großer Namen
Doch der verheißungsvolle Start verwandelte sich rasch in Ernüchterung. Die Handlung – drei Studenten reisen ins mittelalterliche Frankreich, um ihren Professor zu retten – versprach eigentlich Popcornkino pur. Der Roman von Michael Crichton schien wie gemacht für die Leinwand: Das Drehbuch steuerte Jeff Maguire bei, visuelle Effekte sollten beeindrucken, auch die Nebenrollen waren mit Neal McDonough und Frances O’Connor prominent besetzt. Dennoch blieb die Resonanz zurückhaltend.
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Konkurrenzstarker Kinostart: Zeitgleich lief etwa Disneys „Haunted Mansion“ an.
- Mangelnde Begeisterung: Sowohl Kritiker als auch das Publikum konnten nicht überzeugt werden.
- Kassenflop: Weltweit brachte der Film nur 44 Millionen Dollar ein.
Kritik und Nachklang eines übersehenen Films
Die Rückmeldungen waren entsprechend deutlich: Lediglich 13 Prozent erreichte der Film auf Rotten Tomatoes. Für Donner bedeutete das einen seiner letzten Filme überhaupt – und es sollte das letzte Werk bleiben, das noch zu Lebzeiten von Crichtons Input profitierte. Trotz dieses Rückschlags hat sich der Film bis heute eine kleine Nische bewahrt: Er markiert einen Meilenstein in den Karrieren von Butler und insbesondere des früh verstorbenen Paul Walker.
Nostalgie und zweite Chancen im Heimkino-Zeitalter
Wer sich heute für vergessene Hollywood-Experimente interessiert, wird bei Paramount+ sowie auf Blu-ray oder DVD fündig. So bleibt Prisoners of Time vielleicht weniger wegen seines Erfolgs als vielmehr als cineastische Kuriosität im Gedächtnis – ein Beispiel dafür, dass auch mit großartigen Zutaten manchmal kein Zauber entsteht.