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Unveröffentlichter Snoopy Realfilm: Die gescheiterte Live-Action Verfilmung

Kultur / Unterhaltung / Filme / Warner Bros
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 13, 2026 um 18:17 Uhr, geändert am Januar 13, 2026 um 18:17 Uhr.
Kultur

Snoopy / PR-ADN

Ein geplanter Realfilm rund um die Kultfigur Snoopy wurde trotz großer Erwartungen nie verwirklicht. Die Gründe für das Scheitern des ambitionierten Projekts und seine Hintergründe bleiben bis heute weitgehend im Dunkeln.

TL;DR

  • Geplante Realverfilmung von Peanuts bei Warner Bros. abgebrochen.
  • John Hughes sollte Drehbuch schreiben und inszenieren.
  • Mäßiger Erfolg von Denis la Malice stoppte das Projekt.

Kreatives Filmprojekt mit großen Ambitionen

Anfang der 1990er-Jahre stand eine ungewöhnliche Idee im Raum: Warner Bros. Pictures plante, den legendären Comic-Strip Peanuts, hierzulande besser bekannt als „Snoopy“, erstmals als Realfilm auf die Leinwand zu bringen. Für dieses Unterfangen holte das Studio einen der einflussreichsten Köpfe des amerikanischen Komödienkinos an Bord: John Hughes, dessen Name untrennbar mit Werken wie „Breakfast Club“ und „Kevin – Allein zu Haus“ verbunden ist. Ihm wurde die Aufgabe übertragen, die unverwechselbare Mischung aus Melancholie und feinem Humor von Charles M. Schulzs Schöpfung in ein neues filmisches Gewand zu kleiden.

Einschnitt im Schaffen von John Hughes

Das Jahr 1990 markierte einen Wendepunkt für Hughes: Nach einer Dekade voller ikonischer Jugendfilme verlagerte er seinen Schwerpunkt zunehmend auf das Schreiben. Der weltweite Erfolg von „Kevin – Allein zu Haus“ leitete für ihn eine Phase ein, in der er seine bewährten Rezepturen immer häufiger wiederholte. Dennoch verfolgte er bei seinem Entwurf für die geplante Realverfilmung von Snoopy einen anderen Ansatz: Er beabsichtigte, jahrzehntelange Comic-Geschichten sorgfältig auszuwählen und sein eigenes Stilmittel bewusst zugunsten der besonderen Feinfühligkeit des Originals zurückzunehmen.

Bremse durch Kritikerstimmen und Marktentwicklung

Doch dann fiel ein Schatten auf das ambitionierte Vorhaben: Kurz nach Bekanntgabe des Projekts erschien mit „Denis la Malice“ eine weitere Comic-Adaption aus der Feder von Hughes. Obwohl der Film am Box Office solide abschnitt, reagierten Kritiker äußerst reserviert; Fortsetzungen erschienen nur noch direkt fürs Heimkino. Diese Entwicklung dürfte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Interesse bei Warner Bros. an einem Peanuts-Realfilm schwand.

Nicht realisierte Chancen und nostalgische Fragen

Ob sich daraus womöglich ein Klassiker hätte entwickeln können? Das bleibt reine Spekulation. Mehrere Faktoren erklären diese vertane Gelegenheit:

  • Bedenken wegen Übertreibungen à la 1990er Jahre-Komödien,
  • Zweifel an einer angemessenen Umsetzung der poetischen Tiefe,
  • sowie kommerzieller Druck nach dem gemischten Echo anderer Comic-Adaptionen.

So bleibt am Ende lediglich die Vorstellungskraft: Wie hätte wohl ein sensibel inszenierter Peanuts-Film unter Führung eines Komödienmeisters ausgesehen? Die Antwort darauf bleibt leider im Bereich der Träumerei.

Le Récap
  • TL;DR
  • Kreatives Filmprojekt mit großen Ambitionen
  • Einschnitt im Schaffen von John Hughes
  • Bremse durch Kritikerstimmen und Marktentwicklung
  • Nicht realisierte Chancen und nostalgische Fragen
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