Warum Burt Reynolds die Rolle als James Bond ablehnte

Warner Bros. Pictures / PR-ADN
Burt Reynolds wurde einst als möglicher Darsteller für die Rolle des britischen Geheimagenten James Bond gehandelt. Dennoch entschied sich der US-Schauspieler gegen das Angebot und nannte dafür klare, persönliche Gründe.
TL;DR
- Burt Reynolds lehnte die Rolle als James Bond ab.
- Der Schauspieler bereute diese Entscheidung später zutiefst.
- Sein Karriereweg wurde dadurch maßgeblich beeinflusst.
Verpasste Chance im Dienste Ihrer Majestät
Mitten in den bewegten 1970er Jahren stand der amerikanische Schauspieler Burt Reynolds vor einer der folgenreichsten Entscheidungen seiner Karriere. In dieser Phase, als seine Bekanntheit rasant zunahm, bot ihm niemand Geringerer als der legendäre Produzent Albert R. Broccoli persönlich die Hauptrolle des berühmtesten britischen Geheimagenten an: James Bond. Der Zeitpunkt hätte günstiger kaum sein können – doch Reynolds entschied sich überraschend dagegen, überzeugt davon, dass nur ein Brite diesem ikonischen Charakter gerecht werden könne.
Langanhaltendes Bedauern und öffentliche Reue
Die Tragweite dieses Moments ließ den Schauspieler auch Jahrzehnte später nicht los. In verschiedenen Interviews, etwa bei „Good Morning America“, sprach er offen über seine Beweggründe – und den tief sitzenden Schmerz über das verpasste Abenteuer: „In meiner Dummheit sagte ich, ein Amerikaner könne keinen James Bond spielen. Ich hätte es tun sollen… Oje.“ Diese selbstkritische Einsicht begleitet ihn bis zum Lebensende und unterscheidet ihn von anderen Darstellern wie Liam Neeson, die eine Absage an Bond ohne großes Zögern hinter sich lassen konnten.
Karriere mit Licht und Schatten
Dennoch schrieb Burt Reynolds Filmgeschichte – wenngleich auf andere Weise. Mit Kultrollen wie Bo „The Bandit“ Darville in „Smokey and the Bandit“ oder als Lewis Medlock in „Deliverance“ prägte er das Kino jener Zeit. Allerdings blieben auch Misserfolge nicht aus: Mehrere Projekte mit Clint Eastwood, etwa der kritisierte Film „City Heat“, sowie umstrittene Engagements wie in „Navajo Joe“ sorgten immer wieder für Diskussionen um seine Rollenauswahl.
Dauerhafte Folgen einer einzigen Entscheidung
Mehrere Faktoren erklären diese nachhaltige Wirkung auf seinen Werdegang:
- Burt Reynolds’ Absage öffnete den Weg für George Lazenby als Bond.
- Anschließend folgten Sean Connery und Roger Moore erneut als 007.
- Reynolds selbst bekam nie wieder eine vergleichbare Gelegenheit geboten.
So bleibt die Geschichte hinter der glänzenden Fassade Hollywoods letztlich auch eine universelle Erzählung über Zweifel, verpasste Möglichkeiten – und die langfristigen Konsequenzen einer einmal getroffenen Entscheidung.