ESTA USA: Bald Pflicht zur Angabe sozialer Medien für Reisende

ADN
Reisende, die in die USA einreisen möchten, müssen künftig bei der Beantragung des elektronischen Reisegenehmigungssystems Esta Angaben zu ihren Social-Media-Profilen machen. Diese neue Regelung soll die Sicherheitsüberprüfungen verstärken.
TL;DR
- Strengere Einreisevorgaben für visafreie USA-Reisen ab 2025
- Soziale Netzwerke und Kontaktdaten müssen verpflichtend angegeben werden
- Tourismus und Sportevents könnten deutlich beeinträchtigt werden
Neue Hürden für visafreie Einreisen in die USA
Wer künftig mit einem Esta-Antrag in die Vereinigten Staaten reisen will, sieht sich ab 2025 mit erheblich erweiterten Vorgaben konfrontiert. Hintergrund ist ein von der Regierung Donald Trump initiiertes Maßnahmenpaket, das die Kontrolle über Reisende aus Ländern wie Deutschland, Frankreich oder dem Vereinigten Königreich weiter verschärft. Schon bisher galt ein elektronischer Antrag als ausreichend – doch bald wird mehr verlangt.
Zwingende Angabe persönlicher Online-Daten
Künftig verpflichtet das US-Heimatschutzministerium im Zuge des visa waiver program Antragsteller dazu, detaillierte Informationen zu ihrer digitalen Vergangenheit preiszugeben. Konkret geht es um:
- Nutzerverhalten auf sozialen Netzwerken der letzten fünf Jahre,
- sowie verwendete E-Mail-Adressen der vergangenen zehn Jahre,
- beteiligte Telefonnummern innerhalb von fünf Jahren,
- samt vollständigen Angaben zu Familienmitgliedern.
Bislang waren viele dieser Angaben freiwillig. Laut einer Mitteilung im Federal Register – dem amerikanischen Pendant zum Bundesanzeiger – werden sie jedoch innerhalb kurzer Zeit unabdingbar sein. Dies gilt für alle Antragsteller aus visabefreiten Staaten.
Migrationspolitik und internationale Bedenken
Die US-Regierung begründet diesen Schritt offiziell mit einer Priorisierung der inneren Sicherheit und einer entschiedenen Bekämpfung illegaler Migration. Tatsächlich hat bereits die Verschärfung der letzten Jahre im Bereich Grenzschutz zu einem deutlichen Rückgang ausländischer Besucher geführt, was besonders den ohnehin angeschlagenen Tourismussektor belastet. Ausdrücklich wird auch die genaue Prüfung gesundheitlicher Aspekte gefordert – jeder einzelne Antrag gerät dadurch intensiver unter Beobachtung.
Großereignisse unter Einfluss neuer Restriktionen?
Mit Blick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026, an deren Austragung neben den USA auch Kanada und Mexiko beteiligt sind, wächst die Sorge: Hunderttausende internationale Fans könnten durch diese neuen Regularien abgeschreckt werden. Die Auswirkungen dieser verstärkten Überwachung bleiben abzuwarten – doch für viele potenzielle Besucher könnte eine Reise über den Atlantik deutlich unattraktiver werden.