Gefahren für Hunde im Frühling: Ticks und Grannen vermeiden

ADN
Mit dem Frühling beginnt für viele Hundebesitzer die Zeit ausgedehnter Spaziergänge im Grünen. Dabei steigt jedoch auch das Risiko, dass Hunde mit gefährlichen Grannen oder Zecken in Kontakt kommen, was gesundheitliche Gefahren birgt.
TL;DR
- Frühling bringt mehr Risiken für Hunde beim Spazierengehen.
- Vier saisonale Gefahren erfordern erhöhte Aufmerksamkeit.
- Mit Vorbereitung und Vorsicht Spaziergänge weiterhin möglich.
Frühjahrsspaziergänge: Saison der erhöhten Wachsamkeit
Mit dem Erwachen der Natur zieht es viele Hundebesitzer wieder vermehrt ins Grüne. Die Freude über längere Tage und angenehmere Temperaturen sollte jedoch nicht den Blick für neue Risiken trüben. Laut dem Notrufdienst 3115 steigt die Zahl der gemeldeten Zwischenfälle mit Hunden im Frühling deutlich an – von einem Plus von 20 % im März bis zu ganzen 56 % im Mai gegenüber dem Vormonat Februar. Solche Zahlen zeigen, wie wichtig Umsicht in dieser Jahreszeit ist.
Saisonale Gefahren: Worauf man achten muss
Nicht jeder Spaziergang birgt dasselbe Risiko, doch gerade im Frühling mehren sich spezifische Gefahrenquellen. Wer mit seinem Hund durch Wälder oder Wiesen streift, sollte vor allem folgende vier Risiken kennen und ernst nehmen:
- Tiques: Diese Parasiten sind ab dem Frühjahr besonders aktiv. Sie können gefährliche Krankheiten wie die Piroplasmose übertragen. Das gründliche Absuchen des Fells – insbesondere an Hals, Ohren und zwischen den Zehen – nach jedem Ausflug bleibt unerlässlich.
- Epillets: Die unscheinbaren Grasähren gelangen oft unbemerkt in Ohren oder Pfoten und verursachen dort Beschwerden wie Niesen, Kopfschütteln oder Lahmheit.
- Prozessionsspinnerraupen: Ihr Kontakt löst teils schwere Reaktionen aus – von starker Speichelbildung bis hin zu lebensgefährlichem Zungenschwellungen. Betroffene Gebiete sollten deshalb konsequent gemieden werden.
- Insektenstiche: Mücken oder Bienen attackieren gerne Schnauze und Maulregion. Jede auffällige Schwellung sollte aufmerksam beobachtet werden.
Besser vorbereitet: Praktische Maßnahmen für unterwegs
Damit der Frühlingsspaziergang keine unangenehmen Überraschungen bereithält, empfiehlt es sich, eine kleine Notfallausstattung dabeizuhaben: Ein Zeckenentferner, sterile Kompressen, ein passendes Desinfektionsmittel für Tiere sowie eine Taschenlampe zum Inspizieren der Ohren oder Pfoten gehören zur Grundausstattung. Bei Kontakt mit Epillets oder Raupen kann etwas Kochsalzlösung zum Ausspülen hilfreich sein.
Zeigt der Hund nach dem Ausflug ungewohnte Symptome wie plötzliches Fieber oder übermäßiges Speicheln, ist professionelle Beratung unerlässlich. Die Experten des Notrufs 3115 bieten rund um die Uhr erste Hilfe und verweisen bei Bedarf an tierärztliche Notdienste.
Sorgloser Genuss trotz erhöhter Risiken
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bleibt eines klar: Wer aufmerksam bleibt und einfache Schutzmaßnahmen beherzigt, kann die Schönheit des Frühlings bedenkenlos gemeinsam mit seinem Vierbeiner erleben – ohne böse Überraschungen und mit ungetrübter Freude am gemeinsamen Unterwegssein.