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Quentin Tarantino: Analyse des modernen Kinos aus seiner Sicht

Kultur / Unterhaltung / Filme / Quentin Tarantino
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Juni 5, 2026 um 18:48 Uhr, geändert am Juni 5, 2026 um 18:48 Uhr.
Kultur

MUBI / PR-ADN

Quentin Tarantino gilt als einer der einflussreichsten Filmemacher unserer Zeit. Seine Sicht auf das zeitgenössische Kino ist geprägt von kritischer Reflexion, originellen Analysen und persönlichen Beobachtungen zum aktuellen Zustand der Filmbranche.

TL;DR

  • Tarantino kritisiert aktuellen Zustand des Kinos scharf.
  • „The Rip“ begeistert ihn als seltene Ausnahme.
  • Publikum und Kritik reagieren auf den Film gemischt.

Kritischer Blick auf das moderne Kino

Quentin Tarantino, der für seine kompromisslosen Analysen bekannt ist, äußert sich zunehmend skeptisch gegenüber dem gegenwärtigen Zustand des internationalen Kinos. In einer Kolumne für das Magazin Sight and Sound beschreibt er, dass ihn „das Konzept des Films heutzutage mehr mit Verachtung als mit Großzügigkeit erfüllt“. Die letzten Jahre erscheinen ihm gar so rückschrittlich, dass selbst die oft verspotteten Achtzigerjahre in einem neuen Licht erscheinen.

Eine unerwartete Empfehlung: „The Rip“

Dennoch entdeckt der Regisseur gelegentlich Filme, die ihn positiv überraschen. Neben wenigen Ausnahmen wie West Side Story (2021) und Horizon: An American Saga, betont Tarantino insbesondere einen Thriller, der Anfang 2026 auf Netflix startete. Das Werk mit dem Titel The Rip, inszeniert von Joe Carnahan, konnte Tarantino durch seine dichte Erzählweise und das herausragende Zusammenspiel von Ben Affleck und Matt Damon fesseln: Für ihn sei es „der einzige aktuelle Film, der mich von Anfang bis Ende gepackt hat“.

Skepsis beim Publikum und geteilte Kritiken

Der Enthusiasmus des Filmemachers steht jedoch in auffälligem Kontrast zur eher verhaltenen Resonanz bei Kritikern und Zuschauern. Auf Rotten Tomatoes erreicht The Rip immerhin solide 77 Prozent positive Bewertungen – eine Zahl, die respektabel wirkt, aber kaum Begeisterungsstürme auslöst. Jarrod Jones vom Medium AV Club fasst treffend zusammen: „Ein ehrlicher Actionfilm mittlerer Klasse.“ Die Meinungen gehen auseinander:

  • Trotz Starbesetzung bleibt das Zuschauerinteresse überschaubar.
  • Kritiker sehen im Film ein Symptom der Beliebigkeit vieler Streaming-Produktionen.

Tarantinos Urteil als Impulsgeber?

Gerade weil Tarantino so deutlich Position bezieht, entfacht er erneut eine Debatte über die Zukunft des Kinos: Was bleibt übrig vom künstlerischen Anspruch im Zeitalter schnell konsumierbarer Inhalte? Vielleicht liegt seine größte Stärke darin, Diskussionen anzustoßen – und damit zu bewirken, dass wir unseren eigenen Zugang zum modernen Film immer wieder überdenken.

Le Récap
  • TL;DR
  • Kritischer Blick auf das moderne Kino
  • Eine unerwartete Empfehlung: „The Rip“
  • Skepsis beim Publikum und geteilte Kritiken
  • Tarantinos Urteil als Impulsgeber?
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