Backrooms Film: Revolution im modernen Horror-Genre

A24 / PR-ADN
Mit dem Phänomen der Backrooms betritt das Horrorkino eine frische Phase: Internet-Mythen und digitale Albträume verschmelzen auf der Leinwand und eröffnen dem Genre neue Möglichkeiten für psychologischen Schrecken und innovative Erzählweisen.
TL;DR
- A24 verfilmt das Internet-Phänomen Backrooms.
- Experimenteller Ansatz statt originalgetreuer Adaption.
- Kino-Start trifft auf starke Blockbuster-Konkurrenz.
Digitaler Mythos wird Kinorealität
Mit der Entscheidung, das virale Web-Konzept der Backrooms auf die große Leinwand zu bringen, beweist das Studio A24 erneut Gespür für innovative Stoffe. Die Regie übernimmt der junge Filmemacher Kane Parsons, der mit seinen unheimlichen YouTube-Clips bereits eine beachtliche Fangemeinde gewinnen konnte. Nun wagt er mit einem Spielfilm den Sprung vom Netz in die Kinosäle – und das zu einer Zeit, in der sich Trailer-Neuheiten wie Supergirl und Masters of the Universe ein Stelldichein geben.
Eine Reise zwischen Realität und Albtraum
Im Zentrum der Handlung steht ein Patient, dargestellt von Chiwetel Ejiofor, der auf unerklärliche Weise in einem Möbelhaus in die mysteriöse Welt der Backrooms gerät. An seiner Seite agiert Renate Reinsve, die als Therapeutin offenbar versucht, ihren verschwundenen Schützling aus diesem surrealen Labyrinth zu retten. Die offizielle Vorschau hält sich bedeckt und setzt stattdessen auf eine bedrückende Atmosphäre sowie auf Andeutungen über die Gefahren, denen sich die Protagonisten ausgesetzt sehen: Wer oder was lauert im endlosen Gewirr anonym wirkender Korridore?
Vom Kult-Internetformat zum experimentellen Horrorfilm
Die Erwartungen an diese Adaption sind hoch – insbesondere unter den Fans, die den Stoff von Plattformen wie 4chan und YouTube kennen. Allerdings distanziert sich das Projekt bewusst von einer detailgetreuen Übertragung der Webserie. Stattdessen setzen Parsons und A24 auf kreative Freiheiten und einen sensorisch geprägten Ansatz, ohne dabei das ikonische Bild leerer Flure und klaustrophobischer Räume zu verlieren.
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- A24 bringt seine charakteristische narrative Handschrift ein.
- Der Cast glänzt mit zwei Oscar-nominierten Schauspielern.
- Ziel ist ein intensives Kinoerlebnis jenseits üblicher Konventionen.
Kalkuliertes Risiko im Sommerprogramm
Angesichts des geplanten Kinostarts Ende Mai 2026 stellt sich unweigerlich die Frage nach dem kommerziellen Erfolg. Mit Konkurrenz wie dem Franchise-Titanen The Mandalorian and Grogu am Horizont verfolgt A24 eine bewusste Gegenstrategie: Statt massentauglicher Blockbuster will man Genrefans und Liebhaber ungewöhnlicher Erzählformen erreichen. Sollte sich dieser Mut auszahlen – ähnlich wie beim Internet-Erfolg Iron Lung –, könnte Backrooms zum Überraschungshit avancieren.