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Backrooms: Vom Internet-Horror zum viralen Hollywood-Phänomen

Kultur / Divertissement / Films / A24
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Mai 30, 2026 um 18:18 Uhr, geändert am Mai 30, 2026 um 18:18 Uhr.
Kultur

A24 / PR-ADN

Aus dem Internetphänomen ist ein kulturelles Mysterium geworden: Die Backrooms, ursprünglich als virales Meme gestartet, faszinieren Millionen mit ihren endlosen Gängen und unheimlicher Atmosphäre – nun erreichen sie sogar die Filmindustrie in Hollywood.

TL;DR

  • Unscheinbares Bürobild löste das Phänomen der Backrooms aus.
  • Kane Parsons machte den Mythos filmisch international bekannt.
  • Backrooms: Internet erschafft neue Formen des kollektiven Horrors.

Ein unscheinbares Foto und seine Folgen

Was als vergilbte Aufnahme eines leeren, sterilen Büros begann, entwickelte sich überraschend zu einem der bedeutendsten Internetphänomene der Gegenwart: die Backrooms. Ursprünglich kursierte dieses Bild unauffällig auf einigen wenigen Foren, bis ein User auf der Plattform 4chan im Jahr 2019 dazu aufrief, verstörende, leicht verschobene Bilder zu teilen. Innerhalb kürzester Zeit entbrannte eine Diskussion um die beklemmende Atmosphäre jener verlassenen Räume mit nassen Teppichen und grellem Neonlicht. Damit war die Grundlage für den Begriff des liminal horror gelegt.

Vom Internetmythos zur kollektiven Erzählung

Innerhalb weniger Wochen wuchs um die Backrooms eine regelrechte Legende. Die Vorstellung: Wer aus Versehen „an der falschen Stelle aus der Realität fällt“, landet in einem endlosen Labyrinth aus leeren Räumen – einer Art Höllenlandschaft ohne Ausweg. Schnell reihten sich diese Geschichten in die Tradition der sogenannten Creepypastas ein, wie etwa dem berühmten Slenderman-Mythos. Besonders auffällig ist dabei, wie Nutzer über spezialisierte Foren, Wikis oder Subreddits ihre eigenen Versionen beisteuern oder bestehende Elemente hinterfragen. Mehrere Faktoren erklären diese Faszination:

  • Einfache Bilder lösen tiefsitzende Ängste aus.
  • Kollektives Erzählen verstärkt die Wirkung.
  • Anonymität fördert kreatives Experimentieren.

Kane Parsons und der Schritt auf die große Bühne

Ein neuer Höhepunkt wurde erreicht, als der junge Filmemacher Kane Parsons im Januar 2022 das YouTube-Video „The Backrooms (Found Footage)“ veröffentlichte. Mit eindrucksvollem Gespür für Spannung und Inszenierung verband Parsons das kollektive Mythos mit modernen Horrorelementen und erschuf so einen neuen Referenzpunkt für das Genre – fast 80 Millionen Aufrufe sprechen für den nachhaltigen Erfolg. Durch seine Arbeit gewann das Thema internationale Aufmerksamkeit und wurde zur Blaupause für weitere Umsetzungen.

Zeitgeist zwischen Angst und Faszination

Warum aber üben gerade solche Orte ohne Orientierungspunkte eine so starke Anziehungskraft aus? Laut der Drehbuchautorin Samantha Culp liegt es am Wiedererkennen vertrauter Alltagsarchitektur, die plötzlich ins Unheimliche kippt. Das Produktionshaus A24, bekannt für anspruchsvolle Genrefilme, nimmt sich dieser Frage nun filmisch an. Letztlich illustrieren die Backrooms, wie das Internet Banalitäten in kollektive Albträume verwandeln kann – und dabei unsere tiefsten Urängste berührt.

Le Récap
  • TL;DR
  • Ein unscheinbares Foto und seine Folgen
  • Vom Internetmythos zur kollektiven Erzählung
  • Kane Parsons und der Schritt auf die große Bühne
  • Zeitgeist zwischen Angst und Faszination
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