Candida auris breitet sich rasant in 28 US-Bundesstaaten aus

ADN
Candida auris breitet sich zunehmend in den USA aus und wurde bereits in 28 Bundesstaaten nachgewiesen. Die Ausbreitung dieses gefährlichen Pilzes bereitet Experten Sorgen, da er schwer zu behandeln ist und hohe Sterblichkeitsraten verursacht.
TL;DR
- Candida auris breitet sich rasant in den USA aus.
- Resistent gegen gängige Antimykotika, gefährlich für Krankenhäuser.
- Schnelle Diagnose und Hygienemaßnahmen sind dringend notwendig.
Sorge um die Ausbreitung von Candida auris
Mit wachsender Besorgnis blicken Fachleute im gesamten amerikanischen Gesundheitssystem auf das unaufhaltsame Vordringen von Candida auris. Dieser hochresistente Pilz, erstmals 2009 bei einem Patienten in Japan identifiziert, stellt inzwischen eine erhebliche Herausforderung für zahlreiche Kliniken und Pflegeheime dar – vor allem, da die Fälle mittlerweile in mindestens 28 Bundesstaaten gemeldet wurden.
Resistenz erschwert Behandlungsmöglichkeiten
Was den Erreger besonders bedrohlich macht: Bestimmte Stämme zeigen eine weitreichende Resistenz gegenüber allen bekannten Antimykotika. Selbst aggressive Desinfektionsmaßnahmen scheinen wenig auszurichten, da der Pilz monatelang auf Oberflächen und Haut überleben kann. Laut der Epidemiologin Melissa Nolan von der University of South Carolina ist die medizinische Handlungsfähigkeit oft stark eingeschränkt: „Wer mit einer resistenten Variante infiziert ist, hat faktisch keine wirksamen Therapieoptionen mehr.“
Schnelle Verbreitung in mehreren Bundesstaaten
Ein aktueller Bericht des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verdeutlicht das Ausmaß: Mehr als 7.000 bestätigte Infektionen verteilen sich unter anderem auf Kalifornien, Texas, Pennsylvania und Georgia. Die Übertragung erfolgt besonders häufig in medizinischen Einrichtungen – entweder über Geräte oder durch engen Kontakt zwischen immungeschwächten Personen. Mehrere Faktoren erklären diese Entwicklung:
- Lange Überlebensdauer des Pilzes außerhalb des Wirts.
- Mangelnde Wirkung üblicher Desinfektionsmittel.
- Dichte Patientenkontakte in Pflege- und Krankenhausumgebungen.
Klinisches Bild und Prävention entscheidend
Die Symptome einer Infektion mit dem Erreger reichen von anhaltendem Fieber und ausgeprägter Müdigkeit bis hin zu Kreislaufproblemen oder spezifischen Ohrbeschwerden. Laut Angaben der renommierten Cleveland Clinic erfordern solche Anzeichen, insbesondere bei Risikopatienten, sofortige ärztliche Abklärung. Angesichts der rasanten Ausbreitung fordern Experten eine kompromisslose Einhaltung strenger Hygienevorschriften in allen Gesundheitsbereichen. Bleibt die Reaktion unkoordiniert, könnte sich diese Bedrohung weiter verschärfen – deshalb mahnt die Wissenschaft zu kollektiver Wachsamkeit.