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Hilft Vitamin C tatsächlich bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen?

Gesundheit / Gesundheit / Alltag / Vitamine
Par 24matins.de,  veröffentlicht am März 25, 2026 um 9:14 Uhr, geändert am März 25, 2026 um 9:14 Uhr.
Gesundheit

ADN

Viele Menschen greifen bei einer beginnenden Erkältung zu Vitamin-C-Präparaten, in der Hoffnung, den Verlauf abzumildern oder vorzubeugen. Doch wissenschaftliche Studien liefern bislang widersprüchliche Ergebnisse zur tatsächlichen Wirksamkeit von Vitamin C gegen den klassischen Schnupfen.

TL;DR

  • Vitamin-C-Präparate schützen nicht zuverlässig vor Infekten.
  • Ausgewogene Ernährung deckt den Vitamin-C-Bedarf vollständig.
  • Überdosierung kann gesundheitliche Risiken bergen.

Die Rolle der Vitamin C im menschlichen Körper

Im Zusammenhang mit der Gesundheit genießt Vitamin C seit Langem einen beinahe legendären Ruf. Ob als Abwehrmittel gegen Winterviren oder als Wundermittel zur Vorbeugung schwerer Erkrankungen: Die Erwartungen sind hoch, die Realität jedoch oft differenzierter. Klar ist: Der Körper kann das auch als Ascorbinsäure bekannte Molekül nicht selbst herstellen und ist deshalb auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Funktion und Bedarf: Was wirklich zählt

Die Aufgaben von Vitamin C sind vielfältig – es wirkt als Antioxidans, unterstützt die Eisenaufnahme, spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung von Kollagen und trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Historisch war eine schwere Unterversorgung gefürchtet: Der sogenannte Skorbut forderte besonders unter Seefahrern zahlreiche Opfer und äußerte sich durch Zahnfleischbluten, Zahnausfall sowie brüchige Blutgefäße.

Heutzutage genügt bereits eine ausgewogene Ernährung, um den Bedarf zu decken. Etwa 40 Prozent der empfohlenen Menge stammen aus Gemüse, weitere Anteile aus Früchten und Säften. Entscheidend dabei: Die chemische Struktur von Vitamin C bleibt gleich – egal ob es aus natürlichen Lebensmitteln oder künstlichen Präparaten stammt. Dennoch bietet frisches Obst zusätzliche wertvolle Stoffe wie Ballaststoffe oder Flavonoide, auf die man bei reinen Tabletten verzichtet.

Mythen um Supplemente: Was sagt die Wissenschaft?

Obwohl viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, belegen wissenschaftliche Untersuchungen kaum Vorteile für gesunde Erwachsene. Insbesondere im Hinblick auf Erkältungen zeigt sich: Weder lassen sich Infekte durch Präparate sicher verhindern noch wird deren Verlauf merklich abgemildert – allenfalls eine geringfügige Verkürzung der Krankheitsdauer konnte beobachtet werden, sofern das Präparat vor Ausbruch eingenommen wurde.

Ebenso wenig gibt es überzeugende Belege für eine Schutzwirkung gegen Krebs oder Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Einige Studien beschreiben zwar einen minimalen Effekt auf den Blutdruck ab einer Dosierung von mehr als 200 mg pro Tag, dieser bleibt jedoch klinisch unbedeutend im Vergleich zu etablierten Therapien.

Kritischer Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln

Mehrere Faktoren erklären diese Einschätzung:

  • Abwechslungsreiche Ernährung: Sie stellt die optimale Versorgung sicher.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Sie bieten für Gesunde keinen zusätzlichen Nutzen.
  • Überdosierung: Zu hohe Mengen können Verdauungsprobleme und Nierensteine verursachen – vor allem bei Männern oder Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Letztlich gilt: Wer ohne medizinische Indikation regelmäßig zu Vitamin-C-Präparaten greift, profitiert meist nicht davon – im Gegenteil, er setzt sich sogar möglichen Risiken aus. Ein nüchterner Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse hilft dabei, Werbeversprechen kritisch zu hinterfragen und sich auf eine vielseitige Ernährung zu verlassen.

Le Récap
  • TL;DR
  • Die Rolle der Vitamin C im menschlichen Körper
  • Funktion und Bedarf: Was wirklich zählt
  • Mythen um Supplemente: Was sagt die Wissenschaft?
  • Kritischer Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln
Erfahren Sie mehr
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