Hongkong Wohnhausbrand: Mindestens 44 Tote bei Feuerkatastrophe

ADN
Ein verheerendes Feuer in einem Wohnkomplex in Hongkong hat mindestens 44 Menschen das Leben gekostet. Rettungskräfte sind im Einsatz, während die Behörden die Ursache für eine der tödlichsten Katastrophen der jüngeren Stadtgeschichte untersuchen.
TL;DR
- Schwerster Brand in Hong Kong: Mindestens 44 Tote.
- Bambusgerüste und Wetter erschwerten Rettungseinsatz.
- Dichte Bebauung erhöht Risiko künftiger Katastrophen.
Schweres Feuer erschüttert Hong Kong: Zahlreiche Tote und Vermisste
In den späten Abendstunden des 26. November 2025 kam es im Wohnkomplex Wang Fuk Court im Norden von Hong Kong zu einer Tragödie, wie sie die Metropole selten erlebt hat. Ein verheerender Brand breitete sich rasend schnell aus und hinterließ mindestens 44 Todesopfer, darunter auch einen Feuerwehrmann. Noch immer werden Hunderte Menschen vermisst – die endgültige Opferzahl bleibt daher ungewiss.
Ursachenforschung: Materialien und Wetter im Fokus
Die Flammen griffen auf sieben der acht Hochhäuser über, jedes mit 31 Stockwerken – ein Ausmaß, das auch erfahrene Einsatzkräfte überraschte. Rasch wurde der höchste Alarm ausgelöst, sodass mehr als 1.200 Helferinnen und Helfer mit über 200 Spezialfahrzeugen sowie rund 100 Krankenwagen zum Einsatz kamen. Die enorme Geschwindigkeit der Brandausbreitung wird nach bisherigen Ermittlungen unter anderem auf traditionelle Bambusgerüste, plastikummantelte Netze und mutmaßlich nicht feuerfeste Baustoffe zurückgeführt, die bei laufenden Renovierungsarbeiten genutzt wurden. Die Polizei nahm drei Verantwortliche wegen Verdachts auf fahrlässige Gefährdung in Gewahrsam. Gleichzeitig erschwerten starke Winde um die zwölf bis vierzehn Kilometer pro Stunde die Eindämmung des Feuers erheblich.
Großangelegte Rettungsaktion und Herausforderungen für die Sicherheit
Die Bilanz der Katastrophe ist düster: Nahezu 900 Bewohner mussten in Notunterkünfte gebracht werden, Dutzende Menschen liegen mit teils schweren Verletzungen im Krankenhaus. Auffällig viele Senioren waren zur Unglückszeit vor Ort, wie Augenzeugen berichten.
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Dichte Bebauung gepaart mit hoher Bewohnerzahl erschwert Evakuierungen.
- Nicht zertifizierte Baustoffe erhöhen das Risiko eines Flammenüberschlags.
- Kritische Wetterbedingungen behinderten den Rettungseinsatz zusätzlich.
Lektion für eine vertikale Megacity
Hong Kong, bekannt für seine extreme Urbanität – mehr als 569 Wolkenkratzer überragen die Skyline – steht nun erneut vor der Herausforderung, die Sicherheit in Hochhäusern zu verbessern. Während die Stadt längst an exorbitante Immobilienpreise und enge Wohnverhältnisse gewöhnt ist, macht dieses Ereignis schmerzhaft deutlich, wo strukturelle Risiken lauern. Ob künftig strengere Vorschriften greifen oder neue städtebauliche Lösungen gefunden werden – das Drama von Wang Fuk Court wird politische Konsequenzen haben müssen.