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Isaac Asimov: Seine Kritik an Spielberg und der Filmindustrie

Kultur / Divertissement / Films / Steven Spielberg
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 6, 2026 um 18:29 Uhr, geändert am Januar 6, 2026 um 18:29 Uhr.
Kultur

Columbia Pictures / PR-ADN

Isaac Asimov, einer der einflussreichsten Science-Fiction-Autoren des 20. Jahrhunderts, äußerte sich kritisch über Steven Spielberg und die Filmindustrie Hollywoods und stellte deren Umgang mit wissenschaftlichen Themen in Frage.

TL;DR

  • Asimov lehnte Spielbergs Angebot für das Drehbuch ab.
  • Kritik: Zu viele Effekte, zu wenig wissenschaftliche Tiefe.
  • Asimovs Erbe lebt in moderner Science-Fiction fort.

Die Geburt eines Klassikers und die Skepsis eines Visionärs

Kaum jemand hätte im Jahr 1977 geahnt, welch nachhaltigen Einfluss Steven Spielberg mit seinem Film „Rencontres du troisième type“ auf das Genre der Science-Fiction ausüben würde. Während die amerikanische Filmszene von realistischen Stoffen und Autorenfilmern wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola oder Sidney Lumet geprägt war, galt der Griff zum Blockbuster mit spektakulären Bildern noch als Ausnahme. Neben dem Überraschungserfolg von „Star Wars“, initiiert durch George Lucas, etablierte Spielberg das fantastische Kino – doch nicht jeder teilte seine Begeisterung.

Kreative Differenzen: Asimovs entschiedene Absage

Im Vorfeld des Drehs bat Spielberg keinen Geringeren als den berühmten Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, das Drehbuch zu verfassen. Zu diesem Zeitpunkt war der Name Spielberg noch nicht in aller Munde, was wohl auch dazu beitrug, dass Asimov ohne Zögern ablehnte. Später kommentierte er lakonisch, er hätte vermutlich selbst nach Bekanntwerden des Erfolgs abgelehnt – wenn auch mit mehr Bedauern. Hinter dieser Entscheidung lag jedoch eine tiefere Kritik am Filmkonzept selbst: Aus Asimovs Sicht fehlte es an wissenschaftlicher Sorgfalt und Rationalität. Für ihn stand fest, dass Hollywoods Umgang mit dem Genre häufig zugunsten von Effekten Vernunft und Nachvollziehbarkeit opfere.

Spezialeffekte versus Substanz: Die Kritik an Hollywood

Mit dem Triumphzug visuell überwältigender Werke wie „Star Wars“ beobachtete Asimov eine Verschiebung der Prioritäten im amerikanischen Science-Fiction-Kino. Das Publikum verlange zunehmend nach Effekten – ein Trend, den er ausdrücklich bedauerte. Mehrfach unterstrich der Autor pointiert seine Sichtweise:

  • Zentralisierung visueller Spektakel auf Kosten nachvollziehbarer Handlungen
  • Vernachlässigung wissenschaftlicher Tiefe zugunsten reiner Unterhaltung

Ironisch merkte Asimov an, dass ohne diese Entwicklung womöglich Hunderte Millionen seiner Bücher gelesen worden wären.

Dauerhafte Wirkung und ein modernes Vermächtnis

Obwohl Isaac Asimov 1992 verstarb, bleibt sein Einfluss auf die zeitgenössische Science-Fiction ungebrochen. Die aktuelle Verfilmung seiner Romanreihe „Foundation“, produziert von Apple TV+, zeigt eindrucksvoll, wie stark sein rationaler und philosophischer Ansatz das heutige Publikum noch immer bewegt. Damit setzt sein Werk einen Kontrapunkt zu einer Ära, die fortwährend zwischen visueller Überwältigung und intellektueller Tiefe pendelt.

Le Récap
  • TL;DR
  • Die Geburt eines Klassikers und die Skepsis eines Visionärs
  • Kreative Differenzen: Asimovs entschiedene Absage
  • Spezialeffekte versus Substanz: Die Kritik an Hollywood
  • Dauerhafte Wirkung und ein modernes Vermächtnis
Erfahren Sie mehr
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