Lidflattern: Harvard-Experte erklärt Ursachen außer Stress

ADN
Wenn die Augenlider plötzlich zucken, denken viele sofort an Stress als Auslöser. Ein Mediziner der Harvard-Universität beleuchtet nun weitere mögliche Ursachen für dieses Phänomen und zeigt auf, welche Faktoren hinter dem Lidzucken stecken könnten.
TL;DR
- Meist sind Lidflattern harmlos und verschwinden spontan.
- Häufige Auslöser: Stress, Müdigkeit, Bildschirmzeit, Magnesiummangel.
- Arztbesuch empfohlen bei längerem oder ungewöhnlichem Verlauf.
Lidflattern: Wann ist ärztlicher Rat sinnvoll?
Ein unwillkürliches Zucken des Augenlids – medizinisch als Myokymie bezeichnet – tritt überraschend auf und irritiert viele Menschen. Während viele Betroffene diesen Augenlidspasmus rasch auf Stress oder Erschöpfung zurückführen, mahnt der Harvard-geschulte Gastroenterologe Dr. Saurabh Sethi, auch andere Ursachen nicht zu unterschätzen.
Mögliche Auslöser im Alltag
Die meisten Fälle von Lidflattern klingen ohne medizinisches Zutun ab. Dennoch gibt es zahlreiche Faktoren, die solche Muskelzuckungen begünstigen können. Mehrere Gründe werden von Experten wie folgt genannt:
- Übermüdung oder zu wenig Schlaf
- Koffeinüberschuss durch Kaffee oder Energydrinks
- Längere Nutzung digitaler Bildschirme, was zu trockenen Augen führt
- Nährstoffmängel, insbesondere ein niedriger Magnesiumspiegel
- Irritationen durch äußere Einflüsse wie Staub, Wind oder grelles Licht
- Konsum bestimmter Medikamente sowie Alkohol und Tabak
Diese Liste lässt erahnen, warum so viele Menschen gelegentlich unter diesem Symptom leiden.
Anzeichen für einen Arztbesuch
Verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit, besteht laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS UK meist kein Grund zur Sorge. Dennoch sollten einige Warnzeichen beachtet werden: Halten die Zuckungen länger als zwei Wochen an, schließt sich das Auge bei jedem Spasmus vollständig oder treten zusätzlich Bewegungen in anderen Gesichtsbereichen auf, rät Dr. Sethi dringend zur ärztlichen Abklärung. Solche Symptome könnten auf ernstere neurologische Probleme hindeuten.
Achtsamkeit statt Alarmismus
Insgesamt zeigt sich: Die meisten Fälle von unwillkürlichem Lidflattern haben harmlose Auslöser und verschwinden mit etwas Geduld von selbst. Dennoch gilt es aufmerksam zu bleiben – insbesondere dann, wenn sich das Muster der Symptome verändert oder sie ungewöhnlich lange anhalten. Wer diese Hinweise beherzigt, muss sich im Alltag kaum Sorgen um gelegentliche Zuckungen machen und kann beruhigt „ein Auge zudrücken“.