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Masturbation lindert Wechseljahresbeschwerden: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Gesundheit / Gesundheit / Menopause
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Februar 2, 2026 um 11:22 Uhr, geändert am Februar 2, 2026 um 11:22 Uhr.
Gesundheit

ADN

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Masturbation helfen kann, typische Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern. Die Forschung legt nahe, dass sexuelle Selbstbefriedigung einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden von Frauen in dieser Lebensphase haben kann.

TL;DR

  • Masturbation wird selten zur Linderung von Menopause-Beschwerden genutzt.
  • Bessere Aufklärung könnte mehr Frauen zu dieser Strategie ermutigen.
  • Medizinischer Rat zu diesem Thema bleibt die Ausnahme.

Eine unterschätzte Option in der Menopause

Viele medizinische Debatten zur Menopause kreisen weiterhin um klassische Ansätze wie die Hormontherapie. Doch eine aktuelle Untersuchung des renommierten Kinsey Institute an der Indiana University, veröffentlicht im Herbst 2025 im Fachjournal Menopause, lenkt den Blick auf bislang wenig besprochene Alternativen – darunter die Masturbation. Über 1.100 Frauen zwischen 40 und 65 Jahren wurden dazu befragt, wie sie ihre Symptome behandeln – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Strategien und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden

Es zeigte sich, dass zwar Bewegung, Entspannungstechniken oder Nahrungsergänzungsmittel für viele befragte Frauen zentrale Stützpfeiler darstellen, doch nur 14 % der Teilnehmerinnen gaben an, bewusst auf Selbstbefriedigung zurückzugreifen. Noch auffälliger: Fast ein Drittel nutzt keinerlei gezielte Maßnahmen gegen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen. Der Anteil derer, die auf ärztlich verschriebene Hormonpräparate setzen, liegt sogar bei lediglich vier Prozent. Die befragten Frauen berichteten dabei über unterschiedliche positive Effekte ihrer jeweiligen Strategien:

  • Besseres seelisches Gleichgewicht (43 %)
  • Steigerung des sexuellen Verlangens (13 %)
  • Verbesserter Schlaf (13 %)

Einzelne erwähnten zudem eine verbesserte vaginale Lubrikation oder weniger Schmerzen – allerdings traten diese Verbesserungen seltener auf.

Tabus und Generationenunterschiede bleiben prägend

Bei genauerem Hinsehen treten auffällige Unterschiede zwischen den Altersgruppen zutage. Insbesondere Frauen in der Perimenopause berichteten weitaus häufiger von Masturbationserfahrungen als jene in der Postmenopause. Bemerkenswert ist zudem, dass beinahe jede fünfte Frau angab, sich noch nie selbst befriedigt zu haben; bei älteren Befragten ist diese Zahl noch höher. Ein gesellschaftliches Tabu scheint fortzubestehen: Nur ein geringer Bruchteil erhielt dazu je einen Ratschlag von medizinischem Fachpersonal.

Klarere Kommunikation als Schlüssel zu mehr Lebensqualität?

Auffällig ist das Interesse vieler Betroffener an fundierten Informationen: Zwei Drittel aller Frauen ohne Masturbationserfahrung wären bereit, diese Option zu erwägen – vorausgesetzt, sie würden besser über potenzielle Vorteile aufgeklärt. Über die Hälfte gab sogar an, einer expliziten Empfehlung ihrer Ärztin oder ihres Arztes wahrscheinlich Folge zu leisten. Die Studienautorinnen und -autoren plädieren deshalb für einen offeneren Dialog: Der Einbezug von Autoerotik könne eine pragmatische Ergänzung in individuellen Behandlungskonzepten sein – bislang bleibt dieses Thema jedoch in vielen Arztpraxen ausgespart.

Le Récap
  • TL;DR
  • Eine unterschätzte Option in der Menopause
  • Strategien und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden
  • Tabus und Generationenunterschiede bleiben prägend
  • Klarere Kommunikation als Schlüssel zu mehr Lebensqualität?
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