Neue Star Trek Serie als Startprogramm für Paramount Channel

Paramount / PR-ADN
Eine geplante Star-Trek-Serie sollte als Prestigeprojekt den Start eines neuen Paramount-Senders begleiten und das Programm mit einem bekannten Science-Fiction-Franchise stärken. Die Umsetzung scheiterte jedoch, sodass der Sender ohne diese Zugkraft startete.
TL;DR
- Paramounts TV-Pläne scheiterten mehrfach aus unterschiedlichen Gründen.
- Star Trek spielte stets eine Schlüsselrolle in diesen Projekten.
- Der Traum vom eigenen Netzwerk blieb trotz Rückschlägen lebendig.
Wiederkehrende Ambitionen: Paramounts Weg zum eigenen TV-Netzwerk
Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wagte sich das US-Studio Paramount an das Abenteuer Fernsehen – ein Markt, der damals noch in den Kinderschuhen steckte. Die Beteiligung am DuMont Television Network ab 1948 zeugte von Weitblick, doch dieser frühe Vorstoß endete bereits 1956. Offenbar fehlte es zu jener Zeit sowohl an einem reifen Werbemarkt als auch an überzeugenden Konzepten für einen nachhaltigen Erfolg.
„Star Trek: Phase II“ – Ein kühner Versuch und sein abruptes Ende
Mit dem Aufkommen neuer Werbemöglichkeiten in den späten Siebzigern wagte Paramount einen weiteren Versuch. Unter der Führung von Barry Diller entstand die Idee eines vierten Netzwerks: Der Paramount Television Service (PTS). Das Zugpferd sollte die Serie „Star Trek: Phase II“ werden, die gezielt für diesen Sender entwickelt wurde. Die Hoffnungen waren groß, doch auch die Skepsis war nicht zu übersehen – vor allem wegen der enormen Produktionskosten und der Frage, ob ein neues Netzwerk tatsächlich Platz am Markt finden würde.
Mehrere Faktoren erklären diese Zweifel:
- Mangel an Unterstützung im Führungsteam und bei Investoren,
- Bedenken hinsichtlich der hohen Ausgaben für Pilotfolgen,
- Kritik der Fangemeinde, da Charaktere wie Spock (gespielt von Leonard Nimoy) fehlen sollten.
Letztlich führten interne Unsicherheiten und finanzielle Risiken dazu, dass das Projekt nur wenige Tage vor Drehbeginn im Herbst 1977 aufgegeben wurde. Stattdessen konzentrierte man sich auf die Produktion von „Star Trek: The Motion Picture“, das 1979 in die Kinos kam.
Nachwirkungen und spätere Erfolge mit UPN & Discovery
Ironischerweise hatte das Scheitern auch positive Folgen: Diller, unermüdlich in seinem Vorhaben, brachte seine Vision zu 20th Century Fox, wo später mit der Fox Broadcasting Company ein neuer Big Player entstand. Für Paramount selbst dauerte es bis 1995, bis mit dem Start des United Paramount Network (UPN), angeführt von „Star Trek: Voyager“, ein eigener Kanal Wirklichkeit wurde.
2017 bewies „Star Trek: Discovery“ bei CBS All Access erneut den anhaltenden Einfluss dieses Traums. So zeigt sich: Trotz wiederholter Rückschläge bleibt Paramounts Streben nach einer festen Position im US-Fernsehmarkt bemerkenswert beharrlich – und eng verwoben mit dem Mythos Star Trek.