Tesla Model 3 & Y: Spurhalteassistent jetzt kostenpflichtig in Deutschland

Tesla / PR-ADN
Tesla verlangt ab sofort eine zusätzliche Gebühr für das Spurhalteassistenzsystem bei neuen Model 3 und Model Y. Diese Änderung betrifft Käufer in mehreren Märkten und markiert einen Wandel in Teslas bisheriger Preisstrategie für Fahrerassistenzfunktionen.
TL;DR
- Autosteer nur noch im kostenpflichtigen FSD-Abo enthalten.
- Ab 2026 monatliches Abo für fortgeschrittene Autonomie verpflichtend.
- Elon Musk kündigt weitere Preissteigerungen an.
Neuer Kurs bei Tesla: Autopilot-Funktionen nur noch im Abo
Mit einer Entscheidung, die in der nordamerikanischen Kundschaft kaum auf Gegenliebe stoßen dürfte, entzieht Tesla seinen beliebten Modellen Model 3 und Model Y eine zentrale Funktion: Das bisher serienmäßige System Autosteer, das beim Halten der Fahrspur unterstützt, wird künftig nur noch über das kostenpflichtige Paket Full Self-Driving Supervised (FSD) verfügbar sein. Wer darauf verzichtet, muss sich mit der einfacheren Funktion „Traffic-Aware Cruise Control“ begnügen. Die Umstellung markiert einen bemerkenswerten Strategiewechsel des kalifornischen Elektroautobauers.
Abo statt Einmalzahlung: Neue Spielregeln ab 2026
Ab dem 14. Februar 2026 führt Tesla ein reines Abomodell für fortgeschrittene autonome Fahrfunktionen ein. Der FSD-Zugang kostet dann monatlich 99 US-Dollar, also jährlich rund 1.188 Dollar – eine Option zum Einmalkauf entfällt vollständig. Diese Anpassung folgt klar der Linie von Elon Musk, wiederkehrende Einnahmen durch Softwaredienste zu sichern und den Wertbeitrag je Fahrzeug zu erhöhen.
Künftige Preiserhöhungen bereits angekündigt
Dass es bei diesem Preisniveau nicht bleibt, ließ der CEO jüngst auf X (vormals Twitter) durchblicken: Mit Fortschritt der FSD-Technologie werde auch das Abo teurer – konkrete Zeitpläne oder Grenzen nannte er dabei allerdings nicht. Für Kaufinteressenten bleibt somit Unsicherheit über die künftigen Kosten.
Zielvorgaben und Hintergründe der neuen Strategie
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Zehn Millionen aktive FSD-Abos: Dieses Ziel hat sich das Unternehmen gesetzt, was Voraussetzung für den ambitionierten Vergütungsplan von bis zu einer Billion Dollar zugunsten von Musk ist.
- Kalkulierte Steigerung wiederkehrender Einnahmen: Software und Abos sollen zur wichtigsten Erlösquelle avancieren.
- Ausschluss aktueller Besitzer von Änderungen: Nur Neukunden sind betroffen; bestehende Nutzer behalten ihre bisherigen Rechte – zumindest vorerst.
Insgesamt unterstreicht die Neuausrichtung, dass sich Tesla endgültig vom traditionellen Verkaufskonzept entfernt und konsequent auf die Monetarisierung digitaler Dienste setzt – mit allen Chancen und Risiken für Kunden wie für den Konzern selbst.