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Vapes mit Ice-Geschmack: Herzgesundheit durch kühle Aromen gefährdet?

Gesundheit
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Juni 17, 2026 um 11:56 Uhr, geändert am Juni 17, 2026 um 11:56 Uhr.
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Der kühlende Geschmack sogenannter Ice-Vapes erfreut sich wachsender Beliebtheit, doch Mediziner warnen zunehmend vor möglichen Risiken für das Herz-Kreislauf-System, da die Auswirkungen der Zusatzstoffe bislang kaum erforscht sind.

TL;DR

  • „Ice“-Vapes täuschen Kälte durch chemische Reize vor.
  • Synthetische Zusätze beeinflussen Herz-Kreislauf-System deutlich.
  • Risiken bestehen unabhängig vom Nikotingehalt der Produkte.

Wirkung der „Ice“-Aromen: Mehr als bloße Frische

Mit dem Boom der E-Zigaretten hat sich ein Trend besonders etabliert: sogenannte „Ice“-Vapes, die beim Inhalieren ein kühles, angenehmes Gefühl vermitteln. Die Beliebtheit dieser Produkte beruht maßgeblich auf dem Versprechen einer leichteren, frischeren Erfahrung – ein Effekt, der jedoch keineswegs auf echte Abkühlung zurückzuführen ist. Tatsächlich handelt es sich um einen Sinneseindruck, ausgelöst durch spezielle Substanzen wie Menthol oder künstliche Kühlmittel (etwa WS-3 und WS-23), die den Kälterezeptor TRPM8 stimulieren und damit dem Gehirn eine Frische vorgaukeln.

Kardiovaskuläre Effekte geraten in den Fokus

Interessanterweise war die wissenschaftliche Aufmerksamkeit lange auf Nikotin, Suchtgefahr und Atemwege gerichtet. Doch jüngste Untersuchungen lenken den Blick verstärkt auf die Wirkungen dieser Aroma-Zusätze auf das Herz-Kreislauf-System. Forschungsergebnisse aus Tierversuchen zeigen, dass bereits mentholhaltige Aerosole zu einem Anstieg von Pulsfrequenz, Blutdruck sowie vereinzelt zu Herzrhythmusstörungen führen können – Symptome, die auf eine Belastung des elektrischen Systems des Herzens hindeuten. Darüber hinaus lässt sich eine vermehrte Ausschüttung von Adrenalin (Epinephrin) beobachten. Besonders besorgniserregend: Manche dieser Auswirkungen hielten auch Wochen nach Ende der Exposition an.

Nicht nur das Herz ist betroffen: Auswirkungen auf Gefäße

Parallel zur Diskussion um kardiale Risiken rücken zunehmend auch mögliche Effekte auf die Blutgefäße ins Zentrum. Mehrere Faktoren erklären diese Sorge:

  • Zellen in den Gefäßwänden können durch Aromastoffe geschädigt werden.
  • Anzeichen für erhöhte Entzündungsreaktionen und Zellstress wurden festgestellt.
  • Einige schädliche Effekte treten sogar ohne Nikotin auf.

Solche Schäden gelten als frühe Indikatoren für das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade weil immer mehr synthetische Kühlmittel auch in fruchtigen oder süßen Geschmacksrichtungen auftauchen, wächst die Besorgnis – zumal das Einatmen über die Lunge einen rascheren Eintritt ins Blut begünstigt als der orale Konsum.

Blick nach vorn: Forschungslücken und regulatorische Herausforderungen

Bislang fehlen belastbare Belege für direkte Krankheitsursachen beim Menschen durch diese Aromen; dennoch sehen viele Wissenschaftler angesichts wachsender Produktvielfalt und lückenhafter Sicherheitsbewertungen akuten Handlungsbedarf. Die Erkenntnis, dass die verwendeten Zusatzstoffe weit mehr als bloße Geschmacksgeber sind, verschiebt die Debatte um E-Zigaretten zunehmend hin zu umfassenden gesundheitlichen Risiken für das gesamte Herz-Kreislauf-System.

Le Récap
  • TL;DR
  • Wirkung der „Ice“-Aromen: Mehr als bloße Frische
  • Kardiovaskuläre Effekte geraten in den Fokus
  • Nicht nur das Herz ist betroffen: Auswirkungen auf Gefäße
  • Blick nach vorn: Forschungslücken und regulatorische Herausforderungen
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