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NASA-Studie zu Zimmerpflanzen: Häufige Missverständnisse erklärt

Gesundheit / Gesundheit / Forschung / Alltag
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Mai 14, 2026 um 13:31 Uhr, geändert am Mai 14, 2026 um 13:31 Uhr.
Gesundheit

ADN

Eine Wissenschaftlerin weist darauf hin, dass die Ergebnisse einer vielzitierten NASA-Studie zu Zimmerpflanzen und ihrer luftreinigenden Wirkung häufig falsch interpretiert werden und im Alltag weniger relevant sind als oft angenommen.

TL;DR

  • Pflanzen reinigen die Raumluft kaum messbar.
  • Regelmäßiges Lüften ist effektiver als Zimmerpflanzen.
  • Pflanzen fördern vor allem Wohlbefinden, nicht Luftqualität.

Zwischen Mythos und Wissenschaft

Die Annahme, dass Pflanzen in Innenräumen für saubere Luft sorgen, ist weit verbreitet – ihren Ursprung hat diese Vorstellung in einer Studie der NASA aus dem Jahr 1989. Damals beobachteten Forscher, dass einige Pflanzenarten in vollkommen abgeschlossenen Testkammern dazu beitrugen, bestimmte flüchtige organische Verbindungen wie Benzol oder Formaldehyd zu reduzieren. Doch was damals im Labor nachweisbar war, lässt sich kaum auf gewöhnliche Wohnräume übertragen.

Laborbedingungen vs. Wohnalltag

Die meisten Studien, die den Ruf der Pflanzen als „natürliche Luftreiniger“ begründeten, fanden unter Bedingungen statt, die mit unserem Alltag wenig gemein haben: winzige, versiegelte Kammern mit gleichbleibender Schadstoffbelastung. In einem normalen Haushalt hingegen findet fortlaufend ein Austausch zwischen Außen- und Innenluft statt – durch Lüften oder mechanische Belüftungssysteme wird die Raumluft regelmäßig erneuert und Schadstoffe werden verdünnt. Eine 2019 veröffentlichte Modellrechnung kam sogar zu dem Schluss: Um den natürlichen Verdünnungseffekt auszugleichen, wären unrealistische Mengen von zehn bis tausend Pflanzen pro Quadratmeter notwendig.

Alltagsbelastungen und technische Lösungen

Auch die Vielfalt und Schwankung der alltäglichen Schadstoffquellen – etwa durch Haushaltsprodukte, Möbel oder städtischen Verkehr – lässt sich im Labor kaum simulieren. Neue technische Entwicklungen wie spezielle Biofilter mit Pflanzenwurzeln könnten zwar unter kontrollierten Bedingungen einen gewissen Nutzen bieten; ein paar Blumentöpfe auf der Fensterbank ersetzen solche Systeme jedoch keineswegs.

Praktische Maßnahmen für bessere Luft

Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:

  • Schadstoffquellen reduzieren: Auf aggressive Reinigungsmittel und Aerosole möglichst verzichten.
  • Für Luftaustausch sorgen: Häufig lüften sowie Dunstabzugshauben und Lüfter nutzen.
  • Luft filtern: Zertifizierte HEPA-Filtergeräte (z. B. nach AHAM) einsetzen; bei Bedarf ergänzt um Aktivkohlefilter.

Wenngleich kein System sämtliche Stoffe herausfiltern kann und selbst Zimmerpflanzen bei schlechter Pflege zur Schimmelquelle werden können, bleibt eines unbestritten: Für das Raumklima zählt am meisten die regelmäßige Frischluftzufuhr. Der eigentliche Wert von Pflanzen liegt in ihrem positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden – als dekorative Akzente und Quelle kleiner Alltagsfreuden.

Le Récap
  • TL;DR
  • Zwischen Mythos und Wissenschaft
  • Laborbedingungen vs. Wohnalltag
  • Alltagsbelastungen und technische Lösungen
  • Praktische Maßnahmen für bessere Luft
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