Bluthochdruck bei Kindern in Großbritannien: Frühe Warnzeichen erkennen

ADN
Im Vereinigten Königreich hat sich der Anteil von Bluthochdruckerkrankungen bei Kindern verdoppelt. Eltern sollten daher besonders auf frühe Warnsignale achten, um gesundheitliche Risiken für ihren Nachwuchs rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen.
TL;DR
- Bluthochdruck bei britischen Kindern hat sich verdoppelt.
- Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel als Hauptursachen.
- Früherkennung und Lebensstiländerung können Risiken senken.
Alarmsignal: Immer mehr britische Kinder mit Bluthochdruck
In den letzten Jahren beobachten Experten in Großbritannien eine beunruhigende Entwicklung: Die Zahl der Kinder mit arterieller Hypertonie ist rapide gestiegen – sie hat sich innerhalb eines Jahrzehnts sogar verdoppelt. Aktuell sind Schätzungen zufolge bereits drei bis fünf Prozent der jungen Briten betroffen. Besonders alarmierend ist, dass vor allem Jugendliche zu den Leidtragenden zählen.
Ursachen im modernen Lebensstil
Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig, doch mehrere Faktoren erklären diese Entwicklung:
- Ein anhaltender Trend zu stark verarbeiteten, salz-, fett- und zuckerreichen Lebensmitteln
- Zunehmende körperliche Inaktivität, etwa durch stundenlanges Sitzen vor Bildschirmen
- Epidemisch verbreitete Adipositas – inzwischen ist jedes fünfte Kind übergewichtig
Doch nicht nur äußere Einflüsse spielen eine Rolle: Wer familiär vorbelastet ist – etwa durch Bluthochdruck oder Diabetes bei Eltern –, ein niedriges Geburtsgewicht hatte oder an Schlafapnoe leidet, trägt ein zusätzliches Risiko. Besonders die Kombination aus ungesundem Lebensstil und genetischer Veranlagung kann schwerwiegende Folgen für die kindliche Gefäßgesundheit haben.
Krankheit mit unsichtbaren Symptomen
Die tückische Eigenschaft des „stillen Killers“ besteht darin, dass die meisten betroffenen Kinder keinerlei Beschwerden verspüren. Warnzeichen wie morgendliche Kopfschmerzen, anhaltende Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf, Konzentrationsprobleme oder plötzlich auftretendes Nasenbluten bleiben häufig unbemerkt. Gerade deshalb wird die Gefahr von Eltern, Lehrern und selbst manchen Ärzten unterschätzt.
Frühzeitige Maßnahmen – entscheidend für die Prävention
Trotz dieser bedrohlichen Tendenz gibt es Hoffnung: Durch rechtzeitige Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung mit weniger Salz (weniger als zwei Gramm pro Tag), das Streichen zuckerhaltiger Getränke und täglicher Bewegung lässt sich die kindliche Blutdruckregulation oftmals wieder normalisieren. Eine regelmäßige Kontrolle mit geeigneten Geräten – auch zu Hause – hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen. Untersuchungen zeigen zudem: Schon ein moderater Gewichtsverlust kann einen messbaren Rückgang des Blutdrucks bewirken.
Letztlich steht fest: Nur wenn Familien und Gesellschaft gemeinsam gegensteuern, lassen sich ernste Spätfolgen wie Schlaganfälle oder Nierenschäden im Erwachsenenalter verhindern. Der Schutz der Herz-Kreislauf-Gesundheit von Kindern ist längst eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe geworden.