Gesundheitsrisiko Einkaufswagen: Keimherde beim Einkaufen vermeiden

ADN
Einkaufswagen gelten als wahre Brutstätten für Bakterien und Keime. Experten warnen, dass die mangelnde Hygiene an den Griffen ernste Gesundheitsrisiken birgt und Verbraucher zum Schutz verstärkt auf Sauberkeit achten sollten.
TL;DR
- Supermarktchariots sind stark mit Bakterien belastet.
- Studie: Mehr Keime als auf öffentlichen Toiletten.
- Desinfektion der Griffe verringert Infektionsrisiko.
Unsichtbare Risiken beim Einkauf: Was steckt auf den Griffen?
Auf den ersten Blick erscheinen die Einkaufswagen der großen Supermärkte als harmlose Helfer im Alltag. Doch wie jüngst der doppelt promovierte Kunal Sood, in sozialen Netzwerken als @doctorsood bekannt, betont, bergen diese Alltagsgegenstände erhebliche gesundheitliche Risiken. Mit seinen Ausführungen hat er eine neue Debatte um die hygienischen Bedingungen beim Einkaufen entfacht.
Neue Forschung rückt Einkaufswagen ins Zentrum der Aufmerksamkeit
Hintergrund dieser Diskussion ist eine amerikanische Studie der University of Arizona, die sich gezielt mit der bakteriellen Belastung von Supermarktchariots beschäftigte. Für ihre Untersuchung sammelten Wissenschaftler Proben von insgesamt 85 Einkaufswagen aus unterschiedlichen Städten und Klimazonen. Ihre Auswahl berücksichtigte dabei bewusst verschiedene geografische Bedingungen, um ein realistisches Bild zu zeichnen. Die wichtigste Erkenntnis: Das Lagern der Chariots im Außenbereich fördert nicht nur das Überleben, sondern auch die Vermehrung gefährlicher Bakterien auf den Oberflächen.
Bedenkliche Keimzahlen im Vergleich zu öffentlichen Sanitäranlagen
Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Auf sämtlichen getesteten Griffen fanden sich hohe Konzentrationen von E. coli und anderen coliformen Keimen. Bemerkenswert – oder alarmierend – ist dabei, dass diese Werte sogar jene in öffentlich zugänglichen Toiletten deutlich überschreiten. Die tägliche Berührung dieser Flächen birgt also potenziell ein größeres Risiko, als viele Konsumenten vermuten würden.
Mehrere Faktoren erklären diese bedenklichen Befunde:
- E. coli-Nachweis auf zahlreichen untersuchten Einkaufswagen.
- Höhere Keimzahlen als auf vielen Sanitäranlagen.
- Begünstigende Wirkung durch Außeneinlagerung der Wagen.
Einfache Maßnahmen können Schutz bieten
Welche Handlungsoptionen bleiben angesichts solcher Zahlen? Ohne unnötige Panik zu schüren, empfiehlt Kunal Sood pragmatische Vorsorge: Einmaliges Abwischen des Griffes mit einer Desinfektionstücher, bevor man loslegt, reicht oft schon aus, das Infektionsrisiko spürbar zu senken. Ein kleiner Schritt – aber ein echter Beitrag zur eigenen Hygiene beim alltäglichen Einkauf.