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Einfache Denksportaufgabe senkt Demenzrisiko laut aktueller Studie

Gesundheit / Gesundheit / Alltag / Gehirn
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Februar 11, 2026 um 11:55 Uhr, geändert am Februar 11, 2026 um 11:55 Uhr.
Gesundheit

ADN

Eine aktuelle Studie legt nahe, dass eine einfache geistige Übung das Demenzrisiko signifikant senken kann. Die Forscher berichten von einem um ein Viertel reduzierten Risiko für Demenz bei regelmäßiger Durchführung dieser mentalen Aktivität.

TL;DR

  • Studie untersucht Wirksamkeit von kognitivem „Speed Training“.
  • Risiko für Demenzerkrankung könnte um bis zu 25 % sinken.
  • Experten warnen vor voreiligen Schlussfolgerungen.

Erste Langzeitstudie zu gezieltem Gehirntraining

Bereits seit mehr als zwanzig Jahren beschäftigt sich ein Team der Johns Hopkins University mit einer entscheidenden Frage: Können spezifische kognitive Trainingsprogramme tatsächlich dazu beitragen, das Risiko einer späteren Demenzerkrankung zu senken? Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte „Speed Training“, bei dem über 2.800 Freiwillige ab 65 Jahren an einem computergestützten Programm teilnahmen. Die Aufgabe: Möglichst rasches Erkennen und Klicken auf Autos und Verkehrsschilder, die zufällig auf dem Bildschirm erscheinen. Damit handelt es sich um die bislang erste randomisierte und kontrollierte Studie – also den „Goldstandard“ in der medizinischen Forschung –, die über zwei Jahrzehnte diesen Zusammenhang überprüfte.

Zahlen, Hoffnung – und ernste Vorbehalte

Die Ergebnisse wirken zunächst beeindruckend: Nach Auswertung der umfangreichen Daten, unter anderem aus dem US-amerikanischen Medicare-System, zeigte sich eine Reduktion des Erkrankungsrisikos um etwa ein Viertel – vorausgesetzt, das Training wurde durch zusätzliche Einheiten nach einem und drei Jahren ergänzt. Anders verhielt es sich bei anderen kognitiven Übungen wie Gedächtnis- oder Logiktraining: Hier ließ sich kein signifikanter Effekt feststellen. Eine der Studienautorinnen, Marilyn Albert, sieht darin einen ersten Schritt zu realistischen Präventionsansätzen.

Doch unabhängige Expertinnen wie Rachel Richardson von der Cochrane Collaboration mahnen zur Vorsicht. Die Streubreite der Resultate ist beträchtlich – die tatsächliche Risikominderung könnte zwischen fünf und 41 Prozent liegen. Hinzu kommt: Personen mit Sinnesbeeinträchtigungen wurden nicht einbezogen, was die Übertragbarkeit einschränkt.

Anhaltende Unklarheiten zum Wirkmechanismus

Ein wichtiger Aspekt bleibt zudem rätselhaft: Weshalb gerade dieses spezielle Speed-Training wirkt, lässt sich noch nicht abschließend erklären. Das US-Forscherteam vermutet zwar eine Stärkung der neuronalen Vernetzung, doch belastbare Belege fehlen bislang ebenso wie Erkenntnisse zur Wirksamkeit anderer vermeintlich „gehirnstimulierender“ Apps und Spiele.

Mehrere Faktoren erklären diese Zurückhaltung:

  • Der signifikante Effekt betrifft nur eine Trainingsvariante.
  • Zentrale biologische Mechanismen sind weiterhin ungeklärt.
  • Kritische Teilnehmergruppen wurden gar nicht erst berücksichtigt.

Demenzausblick: Zwischen globaler Herausforderung und vorsichtigem Optimismus

Angesichts von weltweit rund 57 Millionen Betroffenen und einer enormen Belastung für Gesundheitswesen und Gesellschaft ist jeder Fortschritt in der Prävention bedeutend. Sollte sich die Schutzwirkung bestätigen, könnten laut Autoren allein in den USA Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe eingespart werden. Dennoch bleibt Skepsis angebracht – internationale Fachleute fordern zusätzliche Forschungen, bevor solche Programme breit empfohlen werden können. So bleibt die Hoffnung groß, aber vorerst zurückhaltend formuliert.

Le Récap
  • TL;DR
  • Erste Langzeitstudie zu gezieltem Gehirntraining
  • Zahlen, Hoffnung – und ernste Vorbehalte
  • Anhaltende Unklarheiten zum Wirkmechanismus
  • Demenzausblick: Zwischen globaler Herausforderung und vorsichtigem Optimismus
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