Pavel Durov: Telegram-Gründer, Samenspender und Vater von 100 Kindern

ADN
Pavel Durov, bekannt als Gründer des Messengerdienstes Telegram, sorgt weltweit für Schlagzeilen: Seine Rolle als Vater von 100 Kindern und das ungewöhnliche Interesse an seiner Person geben weiterhin Anlass zu Spekulationen und Diskussionen.
TL;DR
- Pavel Durov startet eigenes Programm zur Samenspende.
- Finanzielle Anreize und Erbschaftsversprechen sorgen für Aufsehen.
- Kritik wegen ethischer Bedenken und möglicher Genkonzentration.
Ein visionäres Vorhaben mit vielen Kontroversen
Mit seiner neuesten Initiative sorgt Pavel Durov, Gründer der bekannten Messenger-Plattform Telegram, einmal mehr für Schlagzeilen. Der Unternehmer, dessen Vermögen auf etwa 17 Milliarden Dollar geschätzt wird, hat in Moskau ein bislang einzigartiges Programm zur Samenspende ins Leben gerufen – genannt „Pd“. Damit verfolgt er das ehrgeizige Ziel, möglichst viele Nachkommen zu zeugen und seinen genetischen Einfluss zu verbreiten.
Verlockende Versprechen und konkrete Bedingungen
Frauen unter 37 Jahren können sich in der spezialisierten Klinik AltraVita kostenlos befruchten lassen. Die Kosten für die notwendigen Verfahren wie die In-vitro-Fertilisation (IVF) übernimmt vollständig der Unternehmer selbst. Besonders bemerkenswert: Jedes als Nachkomme anerkannte Kind erhält laut Durov einen Anspruch auf eine gleich große Beteiligung am beträchtlichen Erbe des Tech-Milliardärs. In einem Interview stellte er sogar offen in Aussicht, dass seine biologischen Kinder in Zukunft einen Anteil seines Vermögens beanspruchen könnten.
Ursprung und Dimensionen des Projekts
Die Wurzeln dieses Vorhabens reichen zurück bis ins Jahr 2010. Damals reagierte Durov nach eigenen Angaben auf den Wunsch eines Freundes, dem eine anonymisierte Samenspende verwehrt blieb. Die entdeckte Knappheit an qualitativ hochwertigen Spenden bewegte ihn dazu, selbst aktiv zu werden – ein Engagement, das er heute öffentlich auf X bewirbt. Eigenen Angaben zufolge ist Durov inzwischen Vater von mehr als hundert Kindern in zwölf Ländern; hinzu kommen sechs weitere aus drei offiziellen Partnerschaften.
Ethische Fragen und gesellschaftliche Reaktionen
Das Projekt ruft mittlerweile nicht nur Bewunderung hervor, sondern auch erhebliche Skepsis – gerade im Hinblick auf mögliche Risiken einer zunehmenden Konzentration von Erbgut Einzelner sowie einer wachsenden Privatisierung des menschlichen Genpools durch mächtige Privatpersonen. Kritische Stimmen warnen zudem vor den sozialen und rechtlichen Folgen solcher Programme. Hinzu kommt: Der als „russischer Elon Musk“ bezeichnete Unternehmer sieht sich ohnehin seit Jahren wiederholt mit juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert – unter anderem wegen mutmaßlicher Verbindungen zu kriminellen Organisationen in Frankreich. Dennoch bleibt Durov seinem Ruf treu, gesellschaftliche Tabus herauszufordern und kontroverse Debatten anzustoßen.
- Kostenlose IVF für Frauen unter 37 Jahren durch Durov
- Zukünftige Erbansprüche für seine anerkannten Kinder möglich
- Bisher mindestens hundert biologische Nachkommen weltweit gemeldet