Prädiabetes: Die 3 besten Maßnahmen zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes

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Immer mehr Menschen sind vom sogenannten Prädiabetes betroffen – einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Wer einige grundlegende Maßnahmen in den Alltag integriert, kann das Risiko einer Diabetes-Erkrankung deutlich senken und seine Gesundheit nachhaltig schützen.
TL;DR
- Prädiabetes bleibt oft unbemerkt, betrifft jedoch viele Menschen.
- Risikofaktoren erhöhen die Gefahr einer späteren Diabetes-Entwicklung.
- Lebensstiländerungen können das Fortschreiten wirksam verhindern.
Prädiabetes: Die unterschätzte Vorstufe
Der Begriff Prädiabetes beschreibt einen Zustand, in dem der Blutzuckerspiegel erhöht ist, aber noch nicht den Schwellenwert für einen manifesten Diabetes mellitus Typ 2 erreicht. Gerade in den USA beobachten Institutionen wie das Centers for Disease Control and Prevention (CDC), dass mehr als ein Drittel aller Erwachsenen betroffen ist. Bemerkenswert: Die Erkrankung entwickelt sich häufig still und schleichend – typische Symptome fehlen in der Regel. Erst eine Routineuntersuchung bringt bei vielen Betroffenen Gewissheit.
Verborgene Risiken und ihre Folgen
Ein zentraler Aspekt des Prädiabetes ist seine Diskretion. Viele Menschen leben jahrelang mit erhöhtem Blutzucker, ohne es zu wissen. Doch diese scheinbare Harmlosigkeit täuscht, denn schon in dieser Phase steigt das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen deutlich an. Hierzu zählen neben dem eigentlichen Typ-2-Diabetes insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle – Konsequenzen, die sich durch rechtzeitiges Handeln oft vermeiden lassen.
Wer besonders gefährdet ist
Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Bedeutendes Übergewicht
- Alter über 45 Jahre
- Familiäre Vorbelastung mit Typ-2-Diabetes
- Mangelnde Bewegung (weniger als dreimal wöchentlich aktiv)
- Zuvor Schwangerschaftsdiabetes oder ein Neugeborenes mit über vier Kilogramm Geburtsgewicht
- Syndrom der polyzystischen Ovarien
Gerade Menschen aus diesen Gruppen sollten ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren lassen – auch wenn keinerlei Beschwerden vorliegen.
Möglichkeiten zur Vorbeugung und Umkehr
Obwohl eine Diagnose zunächst beunruhigend wirkt, bieten sich effektive Maßnahmen, um das Fortschreiten zu verhindern. Nach Einschätzung von Experten des britischen NHS sowie Organisationen wie Diabetes UK, stehen drei Strategien im Fokus: Bereits eine moderate Gewichtsabnahme – etwa fünf Prozent des Körpergewichts – kann erhebliche Wirkung zeigen. Eine ausgewogene Ernährung nach dem Prinzip der mediterranen Kost, reich an Obst, Gemüse und gesunden Fetten, gilt ebenfalls als hilfreich. Nicht zuletzt wirkt regelmäßige Bewegung – empfohlen werden mindestens 150 Minuten pro Woche – präventiv. Mit diesen gezielten Anpassungen lässt sich Prädiabetes oftmals stabilisieren oder sogar zurückbilden. Wer frühzeitig aktiv wird, bewahrt sich damit Lebensqualität und reduziert das Risiko ernsthafter Erkrankungen nachhaltig.