Soldatin stirbt nach Schüssen nahe Weißem Haus in Washington

ADN
In der Nähe der US-Präsidentenresidenz in Washington ist eine Soldatin nach Schüssen ihren Verletzungen erlegen. Die genauen Hintergründe des Vorfalls und mögliche Motive sind bislang noch unklar.
TL;DR
- Anschlag auf Garde nationale erschüttert Washington.
- Trump verschärft Einwanderungspolitik unmittelbar danach.
- Debatte über Sicherheitskontrollen für Migranten neu entfacht.
Ein tödlicher Angriff und seine unmittelbaren Folgen
Die US-Hauptstadt Washington steht nach einem folgenschweren Angriff auf zwei Mitglieder der Garde nationale unter Schock. Am Mittwoch wurden die Soldatin Sarah Beckstrom, Anfang zwanzig, sowie ihr Kollege während ihres Einsatzes am Kapitol attackiert. Beckstrom kam ums Leben, ihr Kamerad kämpft laut Präsident Donald Trump weiterhin um sein Leben. Die Tat ereignete sich im Rahmen einer „unprovozierten Hinterhaltssituation“: Der Täter, bewaffnet mit einer Smith-&-Wesson-Pistole, wurde von anderen Nationalgardisten überwältigt.
Schnelle politische Reaktionen und neue Maßnahmen
Das politische Echo ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Abend nutzte Donald Trump den Vorfall, um von einer „terroristischen Attacke“ zu sprechen und eine sofortige Verschärfung der US-amerikanischen Migrationspolitik anzukündigen. Dabei soll insbesondere die Vergabe von Green Cards an Staatsangehörige aus 19 sogenannten „besorgniserregenden“ Ländern – darunter Afghanistan, Venezuela und Iran – umfassend überprüft werden. Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:
- Sicherheitsbedenken nach dem Anschlag in der Hauptstadt
- Anhaltende politische Debatten rund um Migration und Integration
- Druck durch bevorstehende Präsidentschaftswahlen in den USA
Der Chef der Einwanderungsbehörde (USCIS) hat parallel einen vollständigen Audit aller betroffenen Aufenthaltsgenehmigungen veranlasst. In diesem Zusammenhang wurde die Bearbeitung afghanischer Asylanträge bis auf Weiteres gestoppt – eine Maßnahme, die Zehntausende Geflüchtete betrifft.
Täterprofil wirft Fragen auf – Ermittlungen laufen weiter
Der Schütze, Rahmanullah Lakanwal, sorgt für zusätzliche Unruhe. Nach seiner legalen Einreise im Sommer 2021 – kurz nach dem chaotischen US-Abzug aus Afghanistan unter Präsident Joe Biden – hatte er zunächst mit amerikanischen Streitkräften kooperiert. Offenbar erfolgte damals nur eine lückenhafte Überprüfung seiner Hintergründe; dies kritisieren führende Sicherheitsdienste wie das FBI, die CIA und das Heimatschutzministerium ausdrücklich. Die Bundesanwaltschaft wirft Lakanwal dreifachen versuchten Mord vor. Das Motiv ist bislang unklar, doch wird inzwischen auch eine internationale Terrorermittlung geführt.
Zivilgesellschaftliche Reaktionen und gesellschaftliche Debatte entflammt erneut
Im Lichte dieser Ereignisse schwappt eine Welle von Reaktionen durch Politik und Zivilgesellschaft. Humanitäre Organisationen monieren Schwächen im amerikanischen Migrationssystem, während andere Akteure betonen, dass afghanische Flüchtlinge normalerweise strengen Sicherheitsüberprüfungen unterliegen. Diese Tat heizt letztlich die ohnehin hitzige Diskussion um den zukünftigen Kurs der US-Migrationspolitik weiter an – ein Thema, das in Zeiten politischer Polarisierung einmal mehr ins Zentrum rückt.