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Warum Hunger oft schlechte Laune macht – wissenschaftlich erklärt

Gesundheit / Gesundheit / Forschung / Ernährung
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 13, 2026 um 8:06 Uhr, geändert am Januar 13, 2026 um 8:06 Uhr.
Gesundheit

ADN

Viele Menschen kennen das Gefühl, bei Hunger gereizt oder sogar wütend zu werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass biochemische Prozesse im Körper dieses weit verbreitete Phänomen auslösen und unser Verhalten maßgeblich beeinflussen können.

TL;DR

  • Stimmungsschwankungen bei Hunger sind bewusst wahrgenommen.
  • Blutzuckerspiegel ist nicht direkt verantwortlich.
  • Bessere Körperwahrnehmung schützt vor emotionalen Schwankungen.

Zwischen Hunger und Stimmung: Neue Erkenntnisse aus der Forschung

Dass sich der eigene Gemütszustand vor dem Essen verschlechtert, kennen viele aus dem Alltag – bisweilen wird daraus sogar ein Running Gag in Familien oder Freundeskreisen. Doch die wissenschaftlichen Hintergründe für diese sogenannte „Hangriness“ sind bislang überraschend wenig verstanden worden. Eine aktuelle Untersuchung von Forschenden am Universitätsklinikum Bonn, der Universität Bonn und dem Universitätsklinikum Tübingen, publiziert im Fachjournal eBioMedicine (Lancet-Gruppe), bringt nun neue Klarheit.

Nicht der Blutzucker, sondern das Bewusstsein entscheidet

Über einen Zeitraum von mehreren Wochen beobachteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neunzig gesunde Erwachsene. Jeder Teilnehmende trug Sensoren zur kontinuierlichen Messung des Glukosespiegels. Gleichzeitig dokumentierten die Probandinnen und Probanden mithilfe einer App ihre subjektiven Empfindungen – also Hunger, Sättigung und aktuelle Stimmungslage.

Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:

  • Objektive Glukosewerte sanken oft parallel zu schlechter Laune, erwiesen sich aber nicht als direkter Auslöser.
  • Intérozeption, das bewusste Wahrnehmen körpereigener Signale, beeinflusst maßgeblich die emotionale Stabilität beim Hungergefühl.
  • Professor Nils Kroemer, Hauptautor der Studie, betont den Schutzmechanismus einer ausgeprägten Selbstwahrnehmung gegenüber Stimmungseinbrüchen.

Körperbewusstsein als Puffer gegen den „Hunger-Blues“

Das zentrale Ergebnis dieser Analyse überrascht: Nicht die bloße biochemische Veränderung im Körper führt zu Gereiztheit oder Traurigkeit, sondern vielmehr unser eigenes Bewusstsein für den Energiezustand. Menschen mit einer ausgeprägten Fähigkeit zur Wahrnehmung innerer Körpersignale – Experten sprechen hier von Intérozeption – erleben deutlich weniger starke Stimmungsschwankungen durch Hunger. Offenbar dient diese Sensibilität als eine Art seelischer Puffer, der kurzfristige Defizite abfedert.

Blick nach vorn: Chancen für den Alltag

Die Autoren schlagen vor, künftig stärker auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Wer bewusst wahrnimmt, wann und warum das Stimmungsbarometer sinkt, kann gezielter gegensteuern. Die Studie legt nahe: Durch das Training der eigenen Körperwahrnehmung könnten Menschen lernen, typische Tiefs vor den Mahlzeiten besser zu verstehen – und möglicherweise sogar gelassener darauf zu reagieren. Ein Ansatz, der auch in Zeiten hektischen Lebensstils an Bedeutung gewinnen dürfte.

Le Récap
  • TL;DR
  • Zwischen Hunger und Stimmung: Neue Erkenntnisse aus der Forschung
  • Nicht der Blutzucker, sondern das Bewusstsein entscheidet
  • Körperbewusstsein als Puffer gegen den „Hunger-Blues“
  • Blick nach vorn: Chancen für den Alltag
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