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Wie Psychedelika das Gehirn in einen wachen Traumzustand versetzen

Gesundheit / Gesundheit / Gehirn
Par 24matins.de,  veröffentlicht am März 15, 2026 um 10:07 Uhr, geändert am März 15, 2026 um 10:07 Uhr.
Gesundheit

ADN

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass psychedelische Substanzen das Gehirn in einen Zustand versetzen, der dem Träumen ähnelt. Forschende erklären, wie diese veränderte Wahrnehmung bei bewusster Wachheit entsteht und welche Mechanismen dahinterstecken.

TL;DR

  • Psychedelika beeinflussen die Wahrnehmung zugunsten von Erinnerungen.
  • Neue Studie zeigt neuronale Mechanismen bei Mäusen.
  • Chancen für innovative Therapien gegen Angst und Depression.

Wenn Erinnerungen das Sehen überlagern

Die faszinierende Wirkung von Psychedelika beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten – und wirft immer neue Fragen zur Funktionsweise des menschlichen Gehirns auf. Besonders bemerkenswert: Unter Einfluss dieser Substanzen scheinen innere Bilder und Erinnerungen oft den Vorrang vor der realen Wahrnehmung zu gewinnen. Eine aktuelle Untersuchung an Mäusen, durchgeführt von einem Team um Dirk Jancke und unter Einbindung modernster Technologien von Thomas Knöpfel, bringt nun weitere Klarheit in diese komplexen Prozesse.

Alte Praktiken, neue Erkenntnisse

Bereits lange bevor der Schweizer Chemiker Albert Hofmann in den 1930er Jahren das LSD entdeckte, machten sich indigene Kulturen halluzinogene Pflanzen zunutze – etwa in Form von DMT-haltigen Ritualbündeln oder Jahrtausende alten Peyotl-Funden in Nord- und Südamerika. Die wissenschaftliche Erforschung der Wirkmechanismen begann jedoch erst im 20. Jahrhundert richtig Fahrt aufzunehmen.

Psychedelika und neuronale Netzwerke: Die Maus als Modell

In den 1970er- und 1980er-Jahren identifizierte man den für psychedelische Effekte zentralen 5-HT2A-Rezeptor, ein Element des serotonergen Systems, das eng mit Stimmung und psychischen Störungen verknüpft ist. Ob therapeutische Effekte zwangsläufig mit mystischen Erfahrungen einhergehen müssen oder die Förderung der Neuroplastizität genügt, bleibt kontrovers.

Um diese Debatte empirisch zu unterfüttern, injizierten Forscher Mäusen eine LSD-ähnliche Substanz und verfolgten per fluoreszierender Markierung die Aktivität spezieller Nervenzellen im Gehirn. Dabei zeigte sich Folgendes:

  • Sichtbare Reize aus der Umgebung wurden schwächer verarbeitet,
  • dagegen verstärkten sich die Verbindungen zu Gedächtnisarealen deutlich,
  • sowie typische Theta-Gehirnwellen traten verstärkt auf.

Therapiepotenziale für psychische Erkrankungen?

Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass unter Halluzinogenen gespeicherte Erinnerungen verstärkt ins Bewusstsein dringen – während reale Sinneseindrücke in den Hintergrund treten. Es entsteht ein Zustand, der Träumen ähnelt. Auch wenn nicht alle Details direkt auf Menschen übertragbar sind (beispielsweise könnten die Versuchstiere schlicht abgelenkt gewesen sein), eröffnen sich neue Perspektiven: Innovative Medikamente könnten gezielt die Plastizität des Gehirns fördern – ohne unerwünschte Halluzinationen auszulösen. Für Patientinnen und Patienten mit chronischen Angststörungen oder Depressionen wäre dies womöglich ein Wendepunkt im therapeutischen Ansatz.

Le Récap
  • TL;DR
  • Wenn Erinnerungen das Sehen überlagern
  • Alte Praktiken, neue Erkenntnisse
  • Psychedelika und neuronale Netzwerke: Die Maus als Modell
  • Therapiepotenziale für psychische Erkrankungen?
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