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Kann Urin im Notfall tatsächlich beim Überleben helfen?

Gesundheit / Gesundheit / Urin / Dehydration
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 11, 2026 um 8:19 Uhr, geändert am Januar 11, 2026 um 8:19 Uhr.
Gesundheit

ADN

In Extremsituationen ohne Zugang zu Wasser stellen sich viele Menschen die Frage, ob das Trinken von Urin tatsächlich Leben retten kann. Experten diskutieren, ob dieser Notfallmaßnahme wirklich hilfreich ist oder gesundheitliche Risiken birgt.

TL;DR

  • Urinetrinken ist keine sichere Überlebensstrategie.
  • Gesundheitsrisiken wie Infektionen und Vergiftungen sind erheblich.
  • Wissenschaft widerspricht TV-Mythen über Survival-Tricks.

Mythos Survival: Zwischen Fernsehshow und Wissenschaft

Die Abenteuer von Bear Grylls faszinieren seit Jahren ein Millionenpublikum. Besonders berüchtigt sind jene Szenen, in denen der britische Survival-Experte vor laufender Kamera seine eigene oder tierische Urin trinkt, um sich in Extremsituationen angeblich am Leben zu halten. Viele Zuschauer halten diese Praktik inzwischen für einen echten Überlebenstrick. Doch wie stichhaltig ist dieses Bild – abseits der Sensationslust des Fernsehens?

Was unsere Nieren wirklich leisten

Wenig bekannt ist, wie komplex die tägliche Arbeit der Nieren tatsächlich abläuft. Täglich filtern sie etwa 180 Liter Blutplasma, scheiden Schadstoffe sowie überschüssige Salze aus und sorgen dafür, dass lebenswichtige Substanzen zurück ins Blut gelangen. Übrig bleibt als Endprodukt: Urin, bestehend aus rund 95 Prozent Wasser, aber auch aus Harnstoff, Mineralien und diversen Stoffwechselresten. Einen medizinischen Vergleich bemüht so mancher Fachmann: Es gleicht dem Versuch, aus dem eigenen Abfall erneut etwas Verwertbares zu gewinnen.

Medizinische Risiken beim Trinken von Urin

Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:

  • Toxische Rückführung: Beim Trinken von Urin führt man dem Körper erneut Substanzen zu, die er zuvor ausscheiden wollte – insbesondere bei fortschreitender Dehydrierung.
  • Nierenbelastung: Die Konzentration an Schadstoffen steigt rapide; es drohen Überlastung, neurologische Störungen bis hin zur potenziell tödlichen Urämie.
  • Bakterielle Gefahren: Auch wenn frischer Urin meist steril ist, können beim Austritt durch Harnröhre und Blase verschiedene Bakterien beigemischt werden – was bei geschwächtem Verdauungssystem zu schweren Infektionen führen kann.

Mangelnde Alltagstauglichkeit des TV-Mythos

Abseits spektakulärer Fernsehbilder bleibt festzuhalten: Die wissenschaftliche Evidenz steht der beliebten Inszenierung diametral entgegen. Fachleute warnen eindringlich davor, sich in Notlagen auf das Trinken von Urin als sinnvolle Flüssigkeitsquelle zu verlassen. Letztlich sei dieser „Trick“ kaum mehr als ein riskanter Mythos – oder, zugespitzt gesagt: Der Griff in den eigenen Mülleimer zur Erfrischung.

So bleibt nur eines festzuhalten: In extremen Situationen sollte man lieber auf bewährte Methoden der Wasseraufbereitung setzen statt fragwürdige TV-Legenden nachzuahmen.

Le Récap
  • TL;DR
  • Mythos Survival: Zwischen Fernsehshow und Wissenschaft
  • Was unsere Nieren wirklich leisten
  • Medizinische Risiken beim Trinken von Urin
  • Mangelnde Alltagstauglichkeit des TV-Mythos
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