Spektakuläre Himmelsereignisse 2026: Sonnenfinsternis, Polarlichter und Sternschnuppen

ADN
Im Jahr 2026 erwartet Himmelsbeobachter ein außergewöhnliches astronomisches Schauspiel: Neben einer bedeutenden Sonnenfinsternis werden spektakuläre Polarlichter und besonders intensive Sternschnuppenströme für unvergessliche Momente am Firmament sorgen.
TL;DR
- Spektakuläre Sonnenfinsternis am 12. August 2026
- Meteorschauer und Kometen sorgen für Highlights
- Französische Astronautin startet zur ISS-Mission
Ein außergewöhnliches Himmelsjahr: Was 2026 zu bieten hat
Wer sich für Astronomie begeistert oder gelegentlich einen Blick in den Nachthimmel wagt, kann sich auf das Jahr 2026 besonders freuen. Nach einem bereits eindrucksvollen Vorjahr mit seltenen Sternexplosionen und bizarren Kometenerscheinungen stehen nun zahlreiche weitere kosmische Ereignisse bevor – viele davon mit bloßem Auge sichtbar. Der Kalender ist prall gefüllt, und die Begeisterung wächst von Monat zu Monat.
Sonnenfinsternis als Höhepunkt des Jahres
Unbestrittenes Highlight wird die große Sonnenfinsternis am 12. August. Zwischen 19:19 Uhr und 21:06 Uhr, mit dem Maximum um exakt 20:14 Uhr, verschwindet bis zu 90 Prozent der Sonne hinter dem Mond – ein äußerst seltenes Schauspiel, das in ganz Frankreich für ungewohnte Dunkelheit und spürbar sinkende Temperaturen sorgen wird. Die Intensität der Finsternis variiert regional: In Brest können Beobachter den Effekt besonders lange genießen, während weiter östlich, etwa in Nizza, der Sonnenuntergang das Phänomen früher beendet. Wer dabei sein will, sollte unbedingt geeignete Schutzbrillen verwenden, um ernste Augenverletzungen zu vermeiden.
Meteorströme und Überraschungen durch Kometen
Mehrere Faktoren erklären diese astronomische Vielfalt im kommenden Jahr:
- Die Lyriden (22.–23. April), traditionell einer der ersten großen Meteorschauer des Jahres.
- Die berühmten Perseiden (12.–13. August), die oft spektakulär leuchten – dieses Mal fast zeitgleich mit der Sonnenfinsternis.
- Die zuverlässigen Geminiden (13.–14. Dezember), bekannt für hohe Aktivität.
Darüber hinaus dürfen Beobachter auf spektakuläre Boliden im Sommer und lang anhaltende Leuchterscheinungen im Herbst hoffen. Unvorhersehbare Highlights könnten zudem mehrere angekündigte Kometen wie C/2025 R3 (PanSTARRS) oder vielleicht sogar C/2025 R2 (SWAN) setzen – wie Experte Nicolas Biver betont, sind Überraschungen bei solchen Himmelskörpern nie ausgeschlossen.
Blick ins All: Französische Mission und Hoffnung auf Polarlichter
Auch auf internationaler Bühne sorgt das Jahr für Aufsehen: Im Februar wird die französische Astronautin Sophie Adenot, erst die zweite Französin überhaupt im All nach Claudie Haigneré, zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Im Rahmen der Mission Epsilon, organisiert von SpaceX Crew-12, führt sie gemeinsam mit internationalen Partnern wissenschaftliche Experimente durch.
Abschließend bleibt noch ein Traum vieler Sterngucker: intensive Aurora borealis. Trotz eines langsam abklingenden Sonnenzyklus stehen die Chancen weiterhin günstig – so empfiehlt etwa Olivier Katz vom Centre opérationnel de météorologie spatiale (Coméa) wachsame Aufmerksamkeit für das faszinierende Farbspiel am Himmel.