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Essstörung Food Noise: Ursachen, Symptome und Hintergründe verständlich erklärt

Gesundheit / Gesundheit / Forschung / Ernährung
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Dezember 31, 2025 um 10:56 Uhr, geändert am Dezember 31, 2025 um 10:56 Uhr.
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Immer mehr Menschen berichten von einem ständigen Kreisen der Gedanken um Essen – ein Phänomen, das als food noise bezeichnet wird. Experten untersuchen die Ursachen dieser obsessiven Beschäftigung mit Nahrung und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben.

TL;DR

  • Food Noise: Essen im Kopf trotz fehlendem Hunger
  • Stress, Schlafmangel und Social Media verstärken das Phänomen
  • Regelmäßige Mahlzeiten und Achtsamkeit helfen dagegen

Wenn Gedanken ans Essen zur Dauerbeschallung werden

Wer kennt es nicht? Plötzlich drängt sich der Gedanke an ein Stück Kuchen oder einen Snack auf, obwohl eigentlich kein Hunger verspürt wird. In den vergangenen Jahren hat sich für dieses Phänomen der englische Begriff Food Noise etabliert. Gemeint sind damit ständige, oft unwillkürliche Vorstellungen rund ums Essen, die unabhängig von wirklichem Appetit auftauchen. Die renommierte Fachzeitschrift Nature Nutrition hat dazu jüngst eine Studie veröffentlicht, die beleuchtet, wie sehr solche Gedankenschleifen den Alltag durchdringen können – beim Arbeiten, Entspannen oder während sozialer Begegnungen.

Stress und digitale Einflüsse als Hauptursachen

Die Gründe für diese gedanklichen Essensschleifen sind vielschichtig. Besonders hervorzuheben ist der Einfluss von Stress, fehlendem Schlaf und unserem durchgetakteten Alltag. Oft sucht das Gehirn dann Trost in der Vorstellung eines wohlschmeckenden Gerichts. Zudem kann das Überspringen von Mahlzeiten oder unzureichendes Essen diesen Kreislauf noch verstärken. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch die Rolle digitaler Medien: Ständig präsente Kochvideos, Werbeanzeigen für Lieferservices oder die schier endlose Flut kulinarischer Inhalte auf Plattformen wie Instagram erhöhen die Aufmerksamkeit für Lebensmittel erheblich – oft weit über echte körperliche Bedürfnisse hinaus.

Lösungsansätze: Achtsamkeit und Struktur im Alltag

Um dem Food Noise gezielt entgegenzuwirken, empfehlen Fachleute vor allem ein besseres Erkennen persönlicher Auslöser. Mehrere Faktoren erklären diese Entscheidung:

  • Regelmäßige Mahlzeiten, idealerweise mit sättigenden Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten, reduzieren spontane Essgedanken.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Wer genug trinkt, sendet dem Körper Sättigungssignale.
  • Kleine Bewegungspausen, etwa durch Spaziergänge oder Dehnübungen, können helfen, den Fokus wieder auf den eigenen Körper zu richten.

Zudem rät die moderne Ernährungsforschung zur sogenannten Achtsamkeit beim Essen: Wer jede Mahlzeit bewusst genießt und langsam isst, signalisiert dem Gehirn Sättigung effektiver und unterbricht so obsessive Gedankenkreise.

Souveräner Umgang statt Perfektionismus

Es gilt jedoch: Der Versuch, jede einzelne Essensgedanke zu verbannen, bleibt unrealistisch. Viel wichtiger ist ein pragmatischer Umgang mit dem Phänomen. Sollte das Food Noise dennoch dauerhaft Stress verursachen oder den Alltag spürbar belasten, lohnt sich professionelle Unterstützung – etwa durch eine/n spezialisierte/n Diätassistent/in oder Therapeut/in. Im Zentrum stehen dabei sanfte Anpassungen im Lebensstil und nicht strikte Verbote: Nur so lässt sich Schritt für Schritt mehr Gelassenheit gegenüber den eigenen Essgewohnheiten entwickeln.

Le Récap
  • TL;DR
  • Wenn Gedanken ans Essen zur Dauerbeschallung werden
  • Stress und digitale Einflüsse als Hauptursachen
  • Lösungsansätze: Achtsamkeit und Struktur im Alltag
  • Souveräner Umgang statt Perfektionismus
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