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Rote Tätowierungen in Polen: Unerwartete Immunreaktionen bei Mann

Gesundheit / Gesundheit / Immunsystem / Tätowierung
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 14, 2026 um 10:33 Uhr, geändert am Januar 14, 2026 um 10:33 Uhr.
Gesundheit

ADN

In Polen sorgten rote Tätowierungen bei einem Mann für unerwartete Immunreaktionen. Ärzte berichten von ungewöhnlichen Symptomen, die auf eine starke Reaktion des Immunsystems hinweisen und geben damit neue Einblicke in Risiken bestimmter Tattoo-Farben.

TL;DR

  • Roter Tattoo-Pigment kann schwere Gesundheitsprobleme verursachen.
  • Mangelnde Regulierung erschwert Risikominimierung und Analyse.
  • Vulnerable Gruppen besonders gefährdet durch unerkannte Inhaltsstoffe.

Ein Schicksalsschlag nach dem Tattoo: Wenn Kunst zur Qual wird

Was als scheinbar gewöhnlicher Termin im Tattoo-Studio begann, endete für einen jungen Mann aus Polen in einem medizinischen Albtraum. Wenige Monate nach dem Stechen eines großflächigen Tattoos auf seinem Unterarm traten bei ihm erstmals Symptome auf: Juckende, rote Hautausschläge breiteten sich über Arme und Brust aus. Bald darauf entwickelte der Patient eine generalisierte Erythrodermie, die zunächst als schweres Ekzem gedeutet wurde. Doch auffälligerweise verschlechterte sich sein Zustand exakt dort, wo rotes Pigment verwendet worden war – ein Umstand, der die behandelnden Ärzte stutzig werden ließ.

Rote Pigmente und ihre unterschätzten Gefahren

Erst bei genauerer Untersuchung zeigte sich das Ausmaß der Komplikationen: Die betroffene Person konnte nicht mehr schwitzen, verlor sämtliche Körperbehaarung und entwickelte ein ausgeprägtes Vitiligo. Herkömmliche Behandlungen blieben wirkungslos; erst durch die chirurgische Entfernung der mit roter Farbe tätowierten Hautpartien in Verbindung mit Immunsuppressiva besserte sich das Bild langsam. Dennoch blieb ein gravierender Folgeschaden zurück: Die Fähigkeit zu schwitzen kehrte nicht zurück – eine permanente Bedrohung angesichts möglicher Überhitzung.

Lückenhafte Regulierung erschwert Schutz

Mehrere Faktoren erklären diese Unsicherheit beim Thema Tätowierungen:

  • Mangelnde oder fehlende gesetzliche Standards in vielen Ländern;
  • Zahlreiche Tattoo-Farben enthalten schwer identifizierbare Substanzen wie synthetische Azo-Farbstoffe oder sogar Quecksilber;
  • Die Rückverfolgbarkeit bei allergischen Reaktionen ist meist unmöglich, da Studios selten Proben aufbewahren.

Zwar hat die Europäische Union seit 2022 einige gefährliche Inhaltsstoffe verboten, dennoch bleibt das Kontrollsystem vielerorts lückenhaft. Laut Studien der Wroclaw Medical University berichten immerhin bis zu zwei Drittel der Tätowierten von Hautreizungen – wenn auch schwere systemische Komplikationen bislang Einzelfälle sind.

Sensible Gruppen besonders gefährdet

Besondere Vorsicht mahnen Fachleute für Menschen mit bestehenden Immunerkrankungen an – darunter etwa Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis, Asthma oder atopischer Dermatitis. Sie könnten laut jüngster Publikationen deutlich heftiger auf bestimmte Pigmente reagieren als Gesunde. Gerade weil Tattoo-Farben oft nicht deklariert sind, bleibt das Risiko unkalkulierbar. Der tragische Fall des polnischen Mannes illustriert eindringlich: Zwischen Kunst und Gefahr verläuft beim Tattoo manchmal nur ein schmaler Grat – und oft hinken Wissenschaft wie Gesetzgebung noch hinterher.

Le Récap
  • TL;DR
  • Ein Schicksalsschlag nach dem Tattoo: Wenn Kunst zur Qual wird
  • Rote Pigmente und ihre unterschätzten Gefahren
  • Lückenhafte Regulierung erschwert Schutz
  • Sensible Gruppen besonders gefährdet
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