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Kann regelmäßiger Käseverzehr das Demenzrisiko senken?

Gesundheit / Gesundheit / Forschung / Alltag
Par 24matins.de,  veröffentlicht am Januar 14, 2026 um 12:35 Uhr, geändert am Januar 14, 2026 um 12:35 Uhr.
Gesundheit

ADN

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein erhöhter Verzehr von Käse möglicherweise mit einem geringeren Risiko für die Entstehung von Demenz in Verbindung steht. Wissenschaftler untersuchen, welche Inhaltsstoffe im Käse diesen potenziellen Schutzeffekt bewirken könnten.

TL;DR

  • Studie: Viel Fettkäse, geringeres Demenzrisiko festgestellt.
  • Nur statistische Korrelation, keine direkte Ursache bewiesen.
  • Gesunde Lebensweise bleibt zentral zur Prävention.

Käsegenuss und Demenzrisiko: Was eine neue Studie zeigt

Eine großangelegte schwedische Untersuchung hat zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt: Offenbar könnte der regelmäßige Verzehr von fettreichem Käse mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Demenz einhergehen. Im Fachjournal Neurology veröffentlichten die Forschenden Daten von über 27.000 Erwachsenen, die sie rund 25 Jahre lang begleitet hatten. Im Beobachtungszeitraum erkrankten mehr als dreitausend dieser Teilnehmer an einer Form von Demenz – doch ein Muster ließ aufhorchen.

Überraschende Ergebnisse, aber kein Freifahrtschein für Käseliebhaber

Wer täglich mindestens 50 Gramm fetthaltigen Käse konsumierte – das entspricht etwa zwei Scheiben Cheddar –, zeigte im Schnitt ein um 13 Prozent reduziertes Risiko für Demenz, verglichen mit jenen, die weniger als 15 Gramm zu sich nahmen. Besonders deutlich war der Unterschied bei der sogenannten vaskulären Demenz: Hier sank das Risiko sogar um 29 Prozent. Auch beim täglichen Genuss von mehr als 20 Gramm Sahne wurde ein gewisser Schutzeffekt beobachtet.

Statistische Zusammenhänge – Ursachen bleiben unklar

Doch wie belastbar sind diese Zahlen? Die leitenden Forscher betonen ausdrücklich: Ihre Auswertung beschreibt lediglich einen statistischen Zusammenhang und beweist keine direkte Ursache. Was man mit dem Käse isst, welche Lebensmittel er ersetzt und wie sich der gesamte Lebensstil gestaltet, sind entscheidende Faktoren – darauf verweist auch Ernährungsexpertin Dalia Perelman von Stanford Medicine. Isoliert lässt sich der Einfluss des Käses bislang nicht sicher bestimmen.

Mehrere Erklärungsansätze werden diskutiert:

  • Calcium, bestimmte Fettsäuren und Vitamin K2 in Milchprodukten könnten Gehirn und Blutgefäße schützen.
  • Fermentierte Käsearten tragen womöglich zum Gleichgewicht des Darmmikrobioms bei, was kognitive Funktionen unterstützen kann.

Zu bedenken bleibt jedoch: Übermäßiger Konsum gesättigter Fette erhöht nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem gibt es bisher keine Studie, die belegt, dass mehr Käse tatsächlich den geistigen Abbau verhindert.

Käse als Teil einer vielseitigen Ernährung

Angesichts dieser Unsicherheiten raten Fachleute keinesfalls dazu, die eigene Ernährung massiv zugunsten von Käse umzustellen. Wie Jonathan Rasouli vom Staten Island University Hospital betont, ist es vielmehr der gesamte Lebensstil – abwechslungsreiche Kost, ausreichend Bewegung sowie guter Schlaf –, der nachweislich zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen beiträgt. Der moderate Genuss hochwertiger Milchprodukte kann dabei Teil eines ausgewogenen Speiseplans sein, ersetzt jedoch keine umfassende Gesundheitsvorsorge.

Le Récap
  • TL;DR
  • Käsegenuss und Demenzrisiko: Was eine neue Studie zeigt
  • Überraschende Ergebnisse, aber kein Freifahrtschein für Käseliebhaber
  • Statistische Zusammenhänge – Ursachen bleiben unklar
  • Käse als Teil einer vielseitigen Ernährung
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